Ohne Sühnetod kein Christentum
2009-04-13 - wnp - Keine Kommentare
In der Evangelischen Kirche in Deutschland ist derzeit eine Diskussion im Gange, in der von einigen relativ bedeutenden Männern der Sühnetod Jesu für die Sünden der Menschen geleugnet und umgedeutet wird. Der bekannte katholische Neutestamentler Professor Klaus Berger (Heidelberg) kritisiert diese Anpassung an den Zeitgeist mit deutlichen Worten. Hier sind einige Auszüge sowie ein Link auf einen längeren Artikel.
Prof. Berger: Wenn sich die Vorstellung durchsetze, dass Jesus Christus nicht für die Sünden der Menschen gestorben sei, gerate das Christentum an sein Ende. Dann sollten sich Christen „möglichst rasch mit Juden und Moslems zu einer allgemeinen abrahamitischen Religion vereinigen“. Dies käme „manchen auf Dialog fixierten Christen“ entgegen, die das Kreuz „zunehmend als Störfaktor“ betrachteten, weil der Islam Kreuz und Auferstehung ablehne.
Laut Berger vertreten liberale Protestanten und Katholiken seit langem nicht mehr ein Christentum, das die Leibhaftigkeit des Leidens und der Auferstehung Jesu Christi kennt. Beides werde als peinlich und mittelalterlich empfunden. Stattdessen schließe man sich dem Zeitgeist an und versuche, den Glauben in einen Zustand zu bringen, „in dem er nichts Ärgerliches mehr hat“. Das Kreuz sei aber ein Zeichen dafür, „was wir Menschen so alles anrichten“.
An der Debatte um die Bedeutung des Kreuzes zeigt sich laut Berger auch, dass es die früheren Unterschiede zwischen den Konfessionen nicht mehr gibt. Die Trennlinie verlaufe nicht mehr zwischen Katholiken und Protestanten, sondern zwischen Liberalen und Bibeltreuen, die es in beiden Konfessionen gebe.
Den vollständigen Artikel gibt es hier auf kath.net.



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