Christen-Kongress “pfui”, aber Ehrendoktor für Dalai Lama “hui”?
2009-08-05 - wnp - Keine Kommentare
Der Pressedienst IDEA zitiert den evangelischen Theologen und Geschäftsführer der Stiftung Marburger Medien, Jürgen Mette (Marburg):
Warum hat sich in Marburg kaum Widerstand gegen die Verleihung der Ehrendoktorwürde der Philipps-Universität an den Dalai Lama am 3. August geregt? Niemand habe gegen eine Vermischung von Religion und Wissenschaft demonstriert angesichts der Ehrung eines Mannes, der sich mit „Gottkönig“ anreden lasse. Mette: „Das sonst schnell aufgebrachte, wissenschaftlich aufgeklärte und politisch korrekte Marburg bleibt verdächtig stumm.“ Er begrüßt dies, weil niemand die religiösen Gefühle des Gastes und seiner Anhänger verletzen wolle. Völlig anders sei dies beim evangelikalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge Ende Mai in Marburg gewesen. Damals seien die religiösen Gefühle von Christen mit Füßen getreten worden. Rund 1.000 Gegner hatten am Himmelfahrtstag gegen den Kongress demonstriert und anti-christliche Parolen verbreitet.
Unbekannte beschmierten Gebäude mit Darstellungen, die ein gekreuzigtes Schwein mit der Aufschrift „Jesus du Opfer“ zeigten. Mette wertet die unterschiedlichen Reaktionen auf den Kongress und die Ehrung des Dalai Lama als Beleg dafür, dass linksradikale und religionskritische Kreise mit zweierlei Maß messen.
Aber natürlich, und ganz selbstverständlich.
Wenn unserer Weltsicht als Christen stimmt, dann gibt es auf dieser Welt im wesentlichen zwei Arten von Menschen:
- Diejenigen, die ihr Leben mit Gott in Ordnung gebracht haben und versuchen, im Einklang mit Seinem Willen zu leben, sowie
- Alle anderen.
Alle Menschen in diese letzteren Gruppe, und das ist wahrscheinlich die Mehrheit der Menschheit, werden sehr leicht (wohl aber in unterschiedlichem Ausmaß) von den “Mächten dieser Welt” beinflußt und manipuliert, die Gott widerstehen. Diese Mächte haben kein Interesse daran, die Ehrung von Leuten wie dem Dalai Lama zu verhindern oder zu stören, wohl aber, die effektivere Zusammenarbeit von Christen in ihrem Dienst an Menschen und dem Reich Gottes zu behindern.
Eigentlich ganz logisch, wenn man die christliche Weltsicht ernst nimmt.



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