Vier Gedanken zum bevorstehenden Osterfest
2010-03-24 - wnp - Keine Kommentare
Ostern kommt näher, und viele von uns denken daher wieder mehr nach über den Tod des besten und reinsten Menschen, der je über diese Erde gegangen ist.
Hier ist eine kurze Andacht in vier Punkten zum Thema Kirche und Ostern. Ihr wißt wohl, daß es bei Ostern — Kreuzigung, Begräbnis, Auferstehung — primär um die Kirche, die Gemeinde Jesu geht, oder?
“Christus gab sein Leben für die Gemeinde, damit sie befreit von Schuld ganz ihm gehört, rein gewaschen durch die Taufe und Gottes Wort.” (Epheser 5,25) sowie, “Achtet darauf, die Herde Gottes — seine Gemeinde, die er durch das Blut seines eigenen Sohnes erkauft hat –, zu hüten und zu betreuen …” (Apostelgeschichte 20:28)
Hier sind vier Dinge, die jedes Gotteskind über die Gemeinde des Herrn wissen sollte:
- Sie ist Seine Gemeinde, und Er will sie zurück haben.
- Er ist Ihr Haupt, und erwartet, daß sie Ihm gehorcht.
- Sie ist Sein Leib, und Er nimmt alles sehr persönlich, was ihr angetan wird.
- Sie ist Seine Braut, und Er will sich an ihr freuen.
Wir sollten uns diese vier Punkte gut vor Augen stellen, damit sie uns auf dem richtigen Kurs halten. Manchmal vergraben wir Prediger unsere Punkte in so vielen Worten, daß es leicht ist zu vergessen, wo wir sind, was wir tun, oder wo wir hin wollen.
1) “Sie ist Seine Gemeinde, und Er will sie zurück haben.”
In dem ersten Punkt geht es um Besitz. Jesus ist der Herr der Gemeinde.
Ich sah ein Schild an einem Kirchengebäude: “Zu verkaufen — direkt vom Besitzer.” Natürlich wissen wir, was da gemeint ist, aber es hat mich zum Nachdenken angeregt, ob der Herr jetzt daran geht, alle nutzlosen Besitztümer abzustoßen. Und ob Er mich in diesem Fall behalten würde.
Nach jeder Saison stoßen die Fußballclubs gute Spieler ab, deren Vertrag ihnen mehr Geld zuspricht, als sich der Club leisten kann. Genauso stoßen sie Spieler ab, die nicht mehr fit sind, die die Erwartungen nicht mehr erfüllen. Und wer macht das? Die Eigentümer, die Besitzer.
Jedesmal wenn wir, du oder ich, die Worte aussprechen, “Jesus ist Herr”, bekennen wir, daß alles Ihm gehört.
Als man Jesus fragte, mit welchem Recht Er die Geldwechsler aus dem Tempel jagen wollte, sagte Er, “Es steht geschrieben, Mein Haus …”
Es war Sein Haus. Er konnte es ausmisten, wenn Er es so wollte.
2) “Er ist Ihr Haupt, und erwartet, daß sie Ihm gehorcht.”
Im zweiten Punkt geht es um Jüngerschaft.
“Ihr seid immer Diener dessen, dem ihr gehorcht” (Römer 6,16).
“Warum nennt ihr mich also `Herr´, wenn ihr nicht tut, was ich sage?” (Lukas 6,46)
Dieses Bild, daß der Herr das Haupt und die Gemeinde der Leib ist, soll eine Abhängigkeit etablieren, eine Beziehung in der man sich gegenseitig braucht. Das Haupt braucht den Leib, um Sein Werk zustande zu bringen. Der Leib braucht das Haupt für viele verschiedene Dinge: Nahrung, Führung, Schutz.
Ein Leib der nicht länger dem Haupt gehorcht, ist ein trauriges Schauspiel.
3) “Sie ist Sein Leib, und Er nimmt alles sehr persönlich, was ihr angetan wird.”
Der dritte Punkt handelt von Einheit: Seine vollständige Hingabe und Identifizierung mit uns.
Als der wohlmeinende aber ernsthaft irregeleitete Saulus von Tarsus Jesus auf der Straße nach Damaskus begegnet ist, hat er herausgefunden, daß er mit seiner Jagd auf Christen Jesus selbst verfolgt hat (Apostelgeschichte 9). Das war ein Erlebnis, das er nie mehr vergessen hat.
Quer durch das Alte Testament versichert Gott den Juden immer wieder, daß Er es sehr persönlich nahm, wie die Welt sie behandelte, und daß Er entsprechend mit den Nationen umgehen würde. Das war selten ein Honiglecken für diese heidnischen Völker.
In Matthäus 25 sagt Jesus, daß wenn wir “diesen geringsten meiner Brüder” mit Nahrung und Kleidung dienen, dann ist das ganz so, als hätten wir Ihm gedient. Und wenn wir das verabsäumen, nimmt Er es genauso persönlich.
Am Ende von Matthäus 25 sagt der Herr zu seinen Jüngern, daß die, die ihnen bei ihrem Dienst helfen, den gleichen Lohn empfangen werden wie sie. Der Herr sieht, und merkt es sich, und Er hält Wort.
4) “Sie ist Seine Braut, und Er will sich an ihr freuen.”
In gewisser Weise ist das die erstaunlichste Erkenntnis. Sie handelt von Gottes Intentionen, den Plänen, die Er für unsere Zukunft hat.
Einer von vielen, vielen Gründen, an die Inspiration der Heiligen Schrift zu glauben, ist die Tatsache, daß oft genau das Gegenteil von dem drin steht, was man erwarten würde. Ich muß bekennen, daß diese Erkenntnis — daß die Gemeinde die Braut Christi ist und auf eine glorreiche Zukunft zugeht — meine Vorstellungskraft sprengt.
Gott sieht offenbar in dieser schäbigen Sammlung von Sündern etwas, das wir nicht sehen. Er sieht etwas in mir, das ich nicht sehen kann. Er schätzt, was ich verachte. Und verachtet, was ich schätze, in vielen Fällen.
” … Ihm sei die Ehre in der Gemeinde …” (Epheser 3,31)
Christus “gab sein Leben für sie (die Gemeinde), damit sie befreit von Schuld ganz ihm gehört, rein gewaschen durch die Taufe und Gottes Wort. Er tat dies, um sie als herrliche Gemeinde vor sich hinzustellen, ohne Flecken und Runzeln oder dergleichen, sondern heilig und makellos.” Epheser 5,25-27
Der Herr hat etwas vor, was Er noch nicht vollendet hat. Es betrifft dich und mich, alle die in Christus Jesus sind. Es ist die Folge, die Konsequenz von Tod, Begräbnis und Auferstehung des Herrn Jesus Christus.
Gott sei dank für das Oster-Ereignis. Es gehen immer noch Segnungen davon aus.
Der Autor, Dr. Joe McKeever war viele Jahre Pastor von Baptistengemeinden im Raum von New Orelans, Louisiana, USA. Die letzten Jahre vor seiner Pensionierung im Vorjahr war er Missionsdirektor für die regionale Vereinigung von Baptistengemeinden. Er bloggt im Internet unter der Adresse, http://www.joemckeever.com.



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