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	<title>Gemeinde-Atlas</title>
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	<description>... und noch ein paar weitere Informationen</description>
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		<title>Wenn die Gemeinde nicht eins ist, geschieht nichts von bleibendem Wert</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 18:45:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wnp</dc:creator>
				<category><![CDATA[1]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Dr. Joe McKeever, ehem. Missionsdirektor der Baptist Association of New Orleans, Louisiana, USA.
Umso mehr ich mit Menschen arbeite, in Gemeinden diene, und die christliche Gemeinschaft beobachte, umso mehr bin ich davon &#252;berzeugt, dass Einheit ein wirklich seltener, exotischer Vogel ist.
Uneinigkeit ist normal.
Einheit ist der Plan des Herrn f&#252;r Sein Volk, die Grundlage f&#252;r jede [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style='text-align:center; margin-bottom: 20px'><em>Von Dr. Joe McKeever, ehem. Missionsdirektor der Baptist Association of New Orleans, Louisiana, USA.</em></div>
<p>Umso mehr ich mit Menschen arbeite, in Gemeinden diene, und die christliche Gemeinschaft beobachte, umso mehr bin ich davon &uuml;berzeugt, dass Einheit ein wirklich seltener, exotischer Vogel ist.</p>
<p>Uneinigkeit ist normal.</p>
<p>Einheit ist der Plan des Herrn f&uuml;r Sein Volk, die Grundlage f&uuml;r jede erfolgreiche Arbeit, und das letzte Gebet auf Jesu Lippen im Obergemach.</p>
<p>Ich habe mal ziemlich viel Wirbel verursacht mit dem Vorschlag, da&szlig; nachdem die Gemeindeleitung abgestimmt hatte, eine bestimmtes Projekt der Gemeindeversammlung vorzulegen, alle Mitglieder der Gemeindeleitung dieses Projekt unterst&uuml;tzen sollten. Nach der Reaktion von einigen unter ihnen h&auml;tte man meinen k&ouml;nnen, ich wollte ihnen ihre B&uuml;rgerrechte wegnehmen.</p>
<p>&#8220;Ich bin ein Staatsb&uuml;rger. Ich habe meine Rechte. Und eines dieser Rechte ist es, meine Meinung zu sagen und meine &Uuml;berzeugungen zu vertreten,&#8221; kann ich einen von ihnen noch immer h&ouml;ren. &#8220;Du verlangst, da&szlig; wir einen Kompromiss schlie&szlig;en? Niemals!&#8221;</p>
<p>Ich versuchte zu erkl&auml;ren, &#8220;Es geht hier nicht um Deine Rechte, es geht um eure Verantwortung als Leiter dieser Gemeinde. Es hat ja schlie&szlig;lich einen Grund, da&szlig; wir das vorher hier ausdiskutieren und abstimmen, bevor wir sie der Gemeinde vorlegen.&#8221;</p>
<p>Die Dinge begannen sich erst zu &auml;ndern, als wir reifere Leute in die Gemeindeleitung w&auml;hlten &#8212; erst dann entstand Einheit.</p>
<p>Es ist die Aufgabe von Leitern, sich nach der Einheit der Gemeinde zu sehnen, f&uuml;r sie zu beten, sie vorzuleben und zu bewahren.</p>
<p>Paulus sagt zu den Leitern der Gemeinde in Ephesus, &#8220;Seid eifrig bemüht, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens.&#8221; (Epheser 4,3)</p>
<p>Wir m&uuml;ssen uns bem&uuml;hen, daf&uuml;r arbeiten. Einheit in einer Gruppe von hundert Leuten ist nicht normal oder nat&uuml;rlich, man mu&szlig; danach streben, und sie rutscht einem leicht durch die Latten. Einheit ist ein zerbrechliches Ding.</p>
<p>In einer Klasse von Theologiestudenten schrieb ich an die Tafel, &#8220;Unterschiedlich.&#8221;</p>
<p>Ich sagte, &#8220;Man sollte meinen, da&szlig; eine Gemeinde, die aus Jesus-J&uuml;ngern besteht, automatisch eines Herzens und eines Sinnes sein w&uuml;rde. Statdessen scheinen Konflikte an der Tagesordnung zu sein. Der wichtigst Grund daf&uuml;r scheint zu sein, da&szlig; die Menschen in der Gemeinde alle unterschiedlich sind.&#8221;</p>
<p>&#8220;Meine Frage an Euch: wie sind sie unterschiedlich?&#8221; Als sie anfingen, Dinge aufzuz&auml;hlen, schrieb ich an der Tafel mit.</p>
<p>Unterschiedlich in Geschlecht, Generationen, Hautfarbe, Alter, Ansichten, Erfahrungen, Theologie, Politik, Hintergrund, Bildung, sozialer und wirtschaftlicher Schicht, Vorlieben, Abneigungen, Zielen, Geschm&auml;ckern, Intellekt, Bibelkenntnis, Heiligkeit, Vorurteilen, &Auml;ngsten, Erscheinungsbild, H&ouml;he, Gewicht, Metabolismus, Werten.</p>
<p>Wir h&auml;tten den ganzen Tag damit weitermachen k&ouml;nnen.</p>
<p>Einheit in einer Gemeinde von Christen ist genauso ein Wunder wie eine Krankenheilung oder eine Auferweckung von den Toten.</p>
<p>Einheit in einer so vielf&auml;ltigen Gruppe ist ein Werk Gottes.</p>
<p>In seinem Buch &#8220;Friedensstifter&#8221; erz&auml;hlt Ken Sande die Geschicht von Bill und Steve, die in einem b&ouml;sen Streit miteinander lagen. Als Steve&#8217;s neues Haus unz&auml;hlige schwerwiegende M&auml;ngel aufwies, klagte er Bill, den Baumeister. Darauf folge eine Gegenklage, Monate gerichtlicher Verhandlungen und astronomische Anwaltskosten. Ken schreibt, &#8220;W&auml;hrend einer Einvernahme ging einem der Rechtsanw&auml;lte ein Licht auf, was f&uuml;r einen Widerspruch er hier beobachtete: zwei bekannte Gesch&auml;ftsm&auml;nner, beide gl&auml;ubige Christen, standen einander zunehmend feindselig gegen&uuml;ber, indem jeder seine eigenen Handlungen rechtfertigte und die Missetaten des anderen beklagte.&#8221;</p>
<p>Auf Vorschlag dieses Anwalts wandte man sich an Ken&#8217;s Organisation, die sich auf Mediation auf christlicher Grundlage spezialisiert hat. Schlie&szlig;lich willigten Bill und Steve ein, sich mit einem christlichen Mediatorenteam, bestehend aus einem Baumeister, einem Gesch&auml;ftsmann, und einem Anwalt, zu treffen.</p>
<p>Um die Geschichte abzuk&uuml;rzen: am Tag nachdem eine Einigung erzielt worden war, brachte Ken Sande einige Akten zur&uuml;ck zum B&uuml;ro eines der beteiligten Anw&auml;lte. Der Anwalt fragte ihn, &#8220;Was ist da dr&uuml;ben passiert? Die Kerle haben sich mehr als ein Jahr bitterlich bek&auml;mpft. Aber als Bill heute morgen hier war, war er wie ausgewechselt. Er sagte, Gott habe ihm seine Fehler gezeigt, und erz&auml;lte mir, welche Reparaturen er machen w&uuml;rde.&#8221;</p>
<p>Er fuhr fort, &#8220;Als ich ihn darauf hinwies, was Steve unrecht getan hatte, hat er ihn verteidigt! Ich habe noch nie sowas gesehen!&#8221;</p>
<p>Ken Sande stimmte ihm zu: es war tats&auml;chlich der Herr, der durch die Mediation gewirkt hatte. Der Anwalt meinte, &#8220;Es mu&szlig;te wohl Gott sein; ich wei&szlig; da&szlig; keiner dieser beiden von sich aus auch nur eine Handbreit aufgegeben h&auml;tte.&#8221;</p>
<p>Es mu&szlig;te Gott sein.</p>
<ol>
<li>Gottes Leute m&uuml;sen die Einheit in der Gemeinde wollen und danach streben. Die Leiter m&uuml;ssen sie als eines der h&ouml;chsten Ziele ihrer Arbeit wertsch&auml;tzen.
<li>Einheit ist der Wunsch in Gottes Herzen f&uuml;r sein Volk. Jesus betete, &#8220;La&szlig; sie zu vollendeter Einheit gelangen, damit die Welt erkenne, daß du mich gesandt hast.&#8221; (Johannes 17:23) Alles h&auml;ngt von unserem Einssein ab, auch die Evangelisierung der Verlorenen.
<li>Das Volk Gottes mu&szlig; lernen, wahre Einheit zu erkennen, und nicht auf billige Imitationen hereinzufallen. Wahre Einheit im Geist Gottes ist nicht unbedingt organisatorische Einheit, und ganz sicher nicht Konformit&auml;t, Gleichf&ouml;rmigkeit. Wahre Einheit besteht nicht darin, Andersdenkende niederzupr&uuml;geln, sie l&auml;&szlig;t sich auch nicht mit Schablonen herstellen. Sie ist vielmehr Team-F&auml;higkeit: jeder macht seine Aufgabe, spielt seine Rolle, folgt den Leitern, und z&auml;hmt den Drang zur Selbstsucht.
<li>Leiter m&uuml;ssen sich darin eins sein, da&szlig; sie gegen jede Bedrohung der Einigkeit vorgehen werden, sobald sie sichtbar wird. Selbsts&uuml;chtigkeit, Murren und Rebellion bedrohen die Einheit jeder Organisation, und ganz besonders der Gemeinde. Auf der anderen Seite mu&szlig; es aber Raum geben, damit ehrliche Meinungsverschiedenheiten ausgesprochen und geh&ouml;rt werden k&ouml;nnen.
<li>Wir sprechen hier von geistlicher Einheit. In unserem Text, Epheser 4,3, spricht Paulus von der &#8220;Einheit des Geistes.&#8221; So wie bei Steve und Bill, kann nur der Herr diese Einheit hervorbringen.
<li>Wir sollten Einheit als eine Harmonie unterschiedlicher Stimmen und Kl&auml;nge sehen. Ich bin kein Musiker, aber ich verstehe genug davon, um zu wissen, da&szlig; eine Symphonie aus drei&szlig;ig gleichen Stimmen, auf drei&szlig;ig gleichen Instrumenten gespielt, langweilig sein w&uuml;rde. Das w&auml;hre zwar Einheit, aber von der schlechtesten Sorte. Was eine Symphonie zu einem Klangerlebnis werden l&auml;szlig;t, ist der harmonische Zusammenklang vieler unterschiedlicher Stimmen.
<li>Es hat mit der Beziehung jedes Gliedes zum Haupt zu tun. Die Mitglieder eines Orchesters lesen alle die gleiche Partitur und folgen dem gleichen Dirigenten. Christen haben nur eine Bible, und nur einen Herrn, Jesus Christus selbst. In 1. Korinther 14:33 sagt Paulus, &#8220;Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.&#8221;<br />Wenn die Teile, die Glieder meines Leibes in der richtigen Beziehung zum Haupt stehen, und sich nach den Befehlen meines Gehirns und des Nervensystems richten, dann arbeiten alle gut und harmonisch zusammen. Wenn das geschieht, halte ich nicht inne und sage Dank f&uuml;r die Einheit meines Leibes. Genaugenommen denke ich gar nicht dar&uuml;ber nach, da&#038;szlig und wie mein Leib funktioniert. Ich tue einfach meine Arbeit. Einheit ist ein Mittel zum Zweck: sie erlaubt dem Leib, seine Arbeit zu tun.
<li>Dieses Sprichwort wurde schon vielen christlichen Denkern und Autoren zugeschrieben; meine oberfl&auml;chlichen Nachforschungen weisen auf Philipp Melanchthon hin, einen Kollegen Martin Luthers: &#8220;Im Notwendigen herrsche Einmütigkeit, im Nebens&auml;chlichen Freiheit, in allem aber Nächstenliebe.&#8221; Es ist so gut, da&szlig; er es wahrscheinlich von jemandem anderen augeborgt hat.
<li>Wenn Einheit im Leib einmal zur Realit&auml;t geworden ist, mu&szlig; man sie wertsch&auml;tzen, bewahren, besch&uuml;tzen. Unser Text weist uns Christen an, &#8220;eifrig bemüht (zu sein), die Einheit des Geistes zu bewahren.&#8221; Und wie sollen wir das tun? &#8220;Im Band des Friedens.&#8221;<br />Bande sind Fesseln, vielleicht auch Ketten, die uns binden sollen. In der Gemeinschaft der Christen sind wir durch die Liebe aneinander gebunden.<br />&#8220;Über dies alles aber zieht die Liebe an, die das Band der Vollkommenheit ist.&#8221; (Kolosser 3,14) Etwas fr&uuml;her sagt Paulus zu den Gliedern der Kolosser Gemeinde, da&szlig; sie &#8220;in Liebe zusammengeschlossen&#8221; sind (Kolosser 2,2)
<li>Unterordnung unter die Leiterschaft mu&szlig; zu einer hochentwickelten Kunstform in der christlichen Gemeinde werden. Unter anderem hei&szlig;t das, zu wissen, wann man die Entscheidung anderer anerkennen und annehmen mu&szlig;, und wann man einen Strich ziehen soll und sagen, &#8220;Bis hierher und nicht weiter.&#8221;<br />&#8220;Ordnet euch einander unter in der Furcht Gottes!&#8221; (Epheser 5,21)<br />Ich ordne mich nicht Dir unter, oder umgekehrt, aus Respekt vor Deiner &uuml;berlegenen Intelligenz oder vor deiner h&ouml;heren Position, sondern &#8220;um Jesu willen.&#8221;<br />Ich habe mal beim Milit&auml;r gefragt, warum man vor jedem Offizier salutiert, wenn es doch nicht jeder Offizier wirklich verdient. &#8220;Das ist die Ordnung der Dinge,&#8221; sagte ein Offizier. Ein anderer meinte, &#8220;Es geht um die gemeinsame Sache. Wenn wir es jedem einzelnen &uuml;berlassen w&uuml;rden, zu entscheiden, wen er respektiert und wem er gehorcht, w&uuml;rde alles in Chaos abrutschen, und wir w&auml;ren nicht bereit, im Falle des Falles den Feind zu besiegen.&#8221;<br />Wir ordnen uns unter um des Gemeinwohls willen: f&uuml;r die Ehre Christi, f&uuml;r die Einheit der Gemeinde, f&uuml;r die Effektivit&auml;t unserer Arbeit, f&uuml;r die Ermutigung jedes einzelnen Gl&auml;ubigen, f&uuml;r das Zeugnis gegen&uuml;ber der Welt. Oh, und zum Mi&szlig;fallen des Teufels. Das ist besonders angenehm: den B&ouml;sen in seine Ecke zu weisen.
<li>Hier ist ein Zitat von A. W. Tozer: &#8220;Hundert religi&ouml;se Menschen, die durch gute Organisation zu einer Einheit zusammengeschmiedet werden, sind genausowenig eine Gemeinde, wie elf Leichen ein Fu&szlig;ballteam ergeben. Die erste Voraussetzung ist Leben, immer.&#8221;
<li>Nichts produziert Einheit in einer Gemeinde so schnell, wie alle Mitglieder an einem Projekt zusammenarbeiten zu lassen, an einem Strang ziehen zu lassen, unterwegs zu einem gemeinsamen Ziel.<br />Leute vom Land k&ouml;nnen Euch best&auml;tigen da&szlig; ein Pack Jagdhunde hinten in einem Kastenwagen sich gegenseitig anknurren und streiten. Aber la&szligl; sie raus und setze sie auf die Spur eines Beutetiers, und sie arbeiten in vollkommener Harmonie zusammen. Hundebesitzer empfinden das Bellen ihrer Hunde auf der Spur einer Beute wie Musik in den Ohren.<br />Die Gemeinde mu&szlig; ihre Gott-gegebene Aufgabe finden und sich an die Arbeit machen. Es wird Meinungsverschiedenheiten geben, aber nicht so schwerwiegend, wie wenn die Gemeinde kein gemeinsames Ziel hat.<br />In Frankreich nach dem 2. Weltkrieg hat Charles de Gaulle versucht, sein Volk zu einen. Er sagte, &#8220;Man kan einem Land, das 256 verschiedene Arten K&auml;se hat, keine Einheit aufzwingen.&#8221;
<li>Es ist m&ouml;glich, eine Art von Einheit herzustellen, indem man gegen Dinge, Menschen, und Trends ist. Ich kenne einige Gemeinden, die ihre Energie davon erhalten, gegen alles zu sein, was in ihrer Stadt geplant oder vorgeschlagen wird. =<br />Irgendwo habe ich den Satz geh&ouml;rt, &#8220;Politik ist organisierter Ha&szlig;; so entsteht Einheit.&#8221; Nun ja, es ist wohl eine Art Einheit &#8212; aber Gottes Volk soll nicht in erster Linie durch das gekennzeichnet sein, was sie ablehnen.<br />Das Evangelium von Jesus hei&szlig;t nicht umsonst &#8220;gute Nachricht.&#8221; Obwohl wir alles ablehnen m&uuml;ssen, was ungesund und t&ouml;dlich ist, soll man uns doch in erster Linie an unserer Liebe und Einheit erkennen.
<li>Als Au&szlig;enstehende sahen, wie die Gemeinde in Jerusalem mit inneren Spaltungen schnell und positiv umging, waren sie beeindruckt. Nachdem die Gemeinde den Streit um die Benachteiligung einiger Witwen in der Verteilung von Lebensmitteln gel&ouml;st hatte, &#8220;mehrte sich die Zahl der Jünger sehr in Jerusalem; auch eine große Zahl von Priestern wurde dem Glauben gehorsam.&#8221; (Apostelgeschichte 6,7) <br />Es sollte unser Ziel sein, als Gemeinde ein Vorbild f&uuml;r die Auswirkung von Liebe und Treue zu sein, so sehr, da&szlig; Au&szlig;enstehende haben wollen, was wir haben, da&szlig; sie auch teilhaben wollen an dem, was wir gefunden haben.
<li>Diese Art von Einheit entsteht nicht &uuml;ber Nacht oder automatisch. Pastoren und Lehrer m&uuml;ssen ihrer Gemeinde diese Grunds&auml;tze und  Ziele st&auml;ndig vor Augen halten.<br />Pastoren und andere Leiter m&uuml;ssen sich bem&uuml;hen, diese Grunds&auml;tze zu demonstrieren, wenn in der Gemeinde Konflikte aufbrechen &#8212; und das werden sie. Indem sie das tun, k&ouml;nnen sie andere darauf hinweisen, was sie tun, um welche biblischen Grunds&auml;tze es dabei geht, und da&szlig; das die &#8220;neue Norm&#8221; ist.<br />Das ist ein Grund, warum Pastoren lange in einer Gemeinde bleiben sollen. Ein Grund daf&uuml;r, da&szlig; manche Gemeinden nie in Tiefe, Reife, oder Mitgliederzahl wachsen, ist der h&auml;ufige Wechsel der Leiterschaft.<br />In den Worten Nietzsches, und einem Buchtitel von Eugene Peterson, das Ziel ist &#8220;ein langer Gehorsam in der gleichen Richtung.&#8221;
<li>Schlie&szlig;en wir mit dem schwierigsten Vers in der ganzen Bibel, Hebr&auml;er 13,17:<br />&#8220;Gehorcht euren Leitern und fügt euch ihnen; denn sie wachen über eure Seelen als solche, die einmal Rechenschaft ablegen werden, damit sie das mit Freuden tun und nicht mit Seufzen; denn das wäre nicht gut für euch!&#8221; <br />Leiter werden vor Gott stehen und Rechenschaft ablegen f&uuml;r die Menschen, die sie gef&uuml;hrt, gelehrt, und betreut haben. Ein furchterregender Gedanke.<br />Christen werden Rechenschaft ablegen daf&uuml;r, wie sie sich den Leitern untergeordnet haben, die Gott &uuml;ber die Gemeinde gestellt hat (siehe Apostelgeschichte 20,28). Noch ein furchterregender Gedanke.</li>
</ol>
<p>Niemand hat gesagt, da&szlig; es leicht sein w&uuml;rde.</p>
<p>Einheit ist ein Werk Gottes.</p>
<hr style='width: 100%'>
<em>Dr. Joe McKeever ist Prediger, Karikaturist, und Missionsdirektor im Ruhestand der Baptist Association of New Orleans, Louisiana, USA. Dieser Artikel erschien am 15. April 2010 auf Dr. McKeever&#8217;s Blog, www.joemckeever.com. Copyright &copy; 2010 Joe McKeever. &Uuml;bersetzt von Wolf Paul.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Warum sind nicht alle meiner Meinung?&#8221;</title>
		<link>http://www.freikirchen.at/2010/04/warum-sind-nicht-alle-meiner-meinung/</link>
		<comments>http://www.freikirchen.at/2010/04/warum-sind-nicht-alle-meiner-meinung/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 10 Apr 2010 19:47:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wnp</dc:creator>
				<category><![CDATA[1]]></category>

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		<description><![CDATA[
Dieser Artikel von C. Michael Patton erscheint mir wichtig genug, dass ich ihn &#252;bersetzt habe und hier dem &#246;sterreichischen Publikum zug&#228;nglich mache. Der Autor ist Absolvent des Dallas Theological Seminary und leitet das christliche Bildungswerk Reclaiming the Mind und das theologische Fernstudienprogramm The Theology Program. Der Artikel wurde im Blog des Autors ver&#246;ffentlicht.
Wolf Paul


Ich bin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style='width:80%; margin-left:auto; margin-right:auto;'>
<p>Dieser Artikel von C. Michael Patton erscheint mir wichtig genug, dass ich ihn &uuml;bersetzt habe und hier dem &ouml;sterreichischen Publikum zug&auml;nglich mache. Der Autor ist Absolvent des <em>Dallas Theological Seminary</em> und leitet das christliche Bildungswerk <a href="http://www.reclaimingthemind.org/"><em>Reclaiming the Mind</em></a> und das theologische Fernstudienprogramm <a href="http://www.reclaimingthemind.org/?page_id=11"><em>The Theology Program</em></a>. Der Artikel wurde im Blog des Autors <a href="http://www.reclaimingthemind.org/blog/2010/04/why-doesnt-everyone-agree-with-me-or-doctrinal-disagreement-to-the-glory-of-god/">ver&ouml;ffentlicht</a>.</p>
<p style='text-align: right'>Wolf Paul
</div>
<p><span id="more-774"></span><br />
Ich bin Calvinist, andere sind Arminianer. Ich nehme in der Eschatologie eine <em>pr&auml;milleniale</em> Position ein, andere eine <em>amilleniale</em>. Ich bin, wenn es um den Ursprung der menschlichen Seele geht, <em>Generationist</em>, andere sind <em>Kreationisten</em>. Ich glaube an eine vern&uuml;nftig formulierte Irrtumslosigkeit der Schrift, andere glauben, da&szlig; das eine naive Lehre ist, die nicht mehr haltbar ist. Es gibt viele Punkte, wo unsere theologischen Meinungen auseinandergehen, manche davon wichtiger als andere.</p>
<p>Warum sind nicht alle meiner Meinung? Wer verursacht diese Uneinigkeit im Leib Christi, die anderen oder ich? Demonstrieren diese Meinungsunterschiede die den dogmatischen Bankrott von <i>Sola Scriptura</i>? Sollen wir einen protestantischen Papst ernennen? Or k&ouml;nnte es sein, da&szlig; Gott diese Meinungsverschiedenheiten zu einem ganz bestimmten Zweck erlaubt?</p>
<p>Ich k&ouml;nnte diese Frage auf verschiedene Weisen beantworten:</p>
<ol>
<li>Andere sind nicht meiner Meinung, weil sie nicht tief genug studiert haben (mangelnde Gelehrsamkeit)</li>
<li>Andere sind nicht meiner Meinung, weil sie nicht breit genug studiert haben (mangelnde Perspektive)</li>
<li>Andere sind nicht meiner Meinung, weil sie nicht lang genug studiert haben (mangelnde Weisheit)</li>
<li>Andere sind nicht meiner Meinung, weil ihre Vorurteile sie daran hindern, die Wahrheit zu erkennen (mangelnde Gedankenfreiheit)</li>
<li>Andere sind nicht meiner Meinung, weil die S&uuml;nde in ihrem Leben sie daran hindert, die Wahrheit zu erkennen (mangelnde Heiligkeit)</li>
<li>Andere sind nicht meiner Meinung, weil uns ein unfehlbares Lehramt fehlt, das die richtige Auslegung der Schrift sicherstellt (fehlender Papst)</li>
<li>Andere sind nicht meiner Meinung, weil sie nicht wirklich Christen sind. Wenn sie gerettet w&auml;ren, w&uuml;rden sie sich meiner Meinung anschliessen (mangelnde Erl&ouml;sung)</li>
</ol>
<p>Im Allgemeinen sind das jedoch nicht die Antworten, die ich gebe. Versteht mich nicht falsch, das sind alles <em>m&ouml;gliche</em>, <em>plausible</em> Antworten. Es ist durchaus m&ouml;glich, da&szlig; Menschen die Wahrheit leugnen (mal angenommen, da&szlig; meine Meinung der Wahrheit entspricht), weil sie unwissend sind, weil ihnen die Perspektive fehlt, oder auf Grund von fehlender Weisheit, traditionellen Gebundenheiten, S&uuml;nde, mangelnder Autorit&auml;t, Gottlosigkeit, oder Unglauben. Aber ich glaube, da&szlig; wir sehr vorsichtig sein m&uuml;ssen, die Motivation von Menschen oder die Ursachen von Meinungsunterschieden von vornherein negativ zu beurteilen. Dazu wissen wir normalerweise zu wenig.</p>
<p>Hier sind zwei m&ouml;gliche Antworten, die ich hoffentlich zuerst bedenken w&uuml;rde, bevor ich zu einer der vorhin angef&uuml;hrten Antworten greife:</p>
<p><strong>Andere sind nicht meiner Meinung, weil sie recht haben und ich unrecht.</strong></p>
<p>Nat&uuml;rlich bin ich davon &uuml;berzeugt, da&szlig; ich recht habe &#8212; sonst w&uuml;rde ich einfach meine Meinung &auml;ndern. Aber es ist immer m&ouml;glich, da&szlig; ich unrecht habe, aufgrund falscher Informationen, Vorurteilen, traditioneller Gebundenheiten, oder Mangel an Perspektive. Das mu&szlig; ich, so schwer es auch ist, dem&uuml;tig anerkennen.</p>
<p>Es gibt Dinge, von denen bin ich fester &uuml;berzeugt als von anderen. Ich halte es zum Beispiel f&uuml;r weniger wahrscheinlich, da&szlig; ich mich in Bezug auf die Existenz Gottes irre, als &uuml;ber meine &Uuml;berzeugungen in Bezug auf die Entr&uuml;ckung der Gemeinde vor der gro&szlig;en Tr&uuml;bsal. Ich werde auch von der Tatsache zur Demut gef&uuml;hrt, da&szlig; es viele Dinge gibt, die ich mal geglaubt habe, die ich aber jetzt ganz anders sehe. Es scheint mir, da&szlig; ich damals von diesen Dingen genauso &uuml;berzeugt war, wie ich von meinen jetzigen Positionen &uuml;berzeugt bin. Wie gehe ich damit um? In den meisten dieser F&auml;lle waren es Beweise, oder das Fehlen von Beweisen, die mich gezwungen haben, meine &Uuml;berzeugungen schwierigen Anpassungen zu unterziehen. Sehr schwierigen Anpassungen. Fr&uuml;her habe ich zum Beispiel geglaubt, da&szlig; jemand, der nicht an die Irrtumslosigkeit der Schrift glaubt, unm&ouml;glich Christ sein konnte. Das lag zweifelsohne an meinen fundamentalistischen Vorurteilen; aber als ich mit klaren Beweisen konfrontiert wurde, da&szlig; es viele Menschen gibt, die nicht an die Irrtumslosigkeit glauben, und trotzdem den selben Christus lieben wie ich, und an ihn glauben, mu&szlig;te ich entweder meine Meinung &auml;ndern, oder mir den Vorwurf der Naivit&auml;t gefallen lassen. Solche Entscheidungen mu&szlig; ich noch immer treffen. Man nennt das &#8220;Lernen.&#8221;</p>
<p>Ich mu&szlig; mir folgendes immer wieder klarmachen: es gibt keine Lehrmeinung, von der ich &uuml;berzeugt sein kann, die von Unfehlbarkeit besch&uuml;tzt wird. Unfehlbarkeit ist die Kehrseite der absoluten &Uuml;berzeugung. Absolute &Uuml;berzeugung ist nur gerechtfertigt, wenn man alle Informationen zur Verf&uuml;gung hat sowie die Garantie, diese auch richtig zu interpretieren. Unfehlbar sein hei&szlig;t, da&szlig; man sich nicht irren kann. Nachdem ich nicht unfehlbar bin, kann ich <em>per definitionem</em> mich irren. Alle meine Positionen und &Uuml;berzeugungen unterliegen meinem Attribut der Fehlbarkeit. Niemand besitzt Unfehlbarkeit. Selbst die Katholiken, die sich &uuml;ber diese Tatsache hinwegretten wollen, indem sie sich einer unfehlbaren Autorit&auml;t, dem Papst, anvertrauen, entkommen dieser Realit&auml;t nicht: auch ihr Glaube an die Unfehlbarkeit des Papstes ist nicht unfehlbar. Das gleiche gilt f&uuml;r Evangelikale und ihren Glauben an die Unfehlbarkeit der Schrift. Unser Glaube an die Bibel ist fehlbar, selbst wenn es die Schrift nicht ist. Niemand entkommt seiner eigenen Fehlbarkeit. Deshalb k&ouml;nnen wir alle Unrecht haben. Es bleibt uns nichts anderes &uuml;brig, als uns auf einen Prozess des Abw&auml;gens der Beweismittel zu verlassen, und diesem zu folgen, wohin er uns auch f&uuml;hrt. Das wird uns &ouml;fters veranlassen, unsere &Uuml;berzeugungen zu &auml;ndern.</p>
<p>Deshalb m&uuml;ssen wir immer die M&ouml;glichkeit ernsthaft in Erw&auml;gung ziehen, da&szlig; andere nicht meiner Meinung sind, weil meine Meinung falsch ist.</p>
<p><strong>Andere sind nicht meiner Meinung, weil Gott nicht will, da&szlig; wir alle einer Meinung sind &#8212; unabh&auml;ngig davon, wer recht hat.</strong></p>
<p>Das klingt vielleicht komisch, aber wir m&uuml;ssen es in Betracht ziehen. Ich habe vorhin gesagt, da&szlig; ich Calvinist bin. W&auml;hrend mir das kein Monopol auf die Lehre von der Souver&auml;nit&auml;t Gottes gibt, mu&szlig; ich mich doch damit auseinandersetzen, was diese Lehre mit der Frage <em>&#8220;Warum sind nicht alle meiner Meinung?&#8221;</em> zu tun hat. Was meine Frage wirklich bedeutet, ist: Warum sind wir nicht alle um die Wahrheit vereint?</p>
<p>Ich glaube, da&szlig; es durchaus m&ouml;glich, ja sogar wahrscheinlich ist, da&szlig; Gott zu diesem Zeitpunkt keine absolute lehrm&auml;&szlig;ige Einigkeit haben will, und da&szlig; diese, zum jetzigen Zeitpunkt, mehr Schaden als Nutzen anrichten k&ouml;nnte. Ich glaube, da&szlig; lehrm&auml;&szlig;ige Meinungsverschiedenheiten oft gesund sein k&ouml;nnen f&uuml;r die Gemeinden. Wo es Konflikte zwischen entgegengesetzten M&ouml;glichkeiten gibt, erreicht man oft tieferes Verstehen als ohne diese Konflikte. Konflikte k&ouml;nnen letzten Endes zu einer tieferen &Uuml;berzeugung von der Wahrheit f&uuml;hren. Wo es keine Konflikte gibt, gibt es kein gegenseitiges &#8220;Sch&auml;rfen der Klingen&#8221;.</p>
<p>Ich versuche hier &uuml;berhaupt nicht, die Wahrheit zu relativieren; wohl aber will ich uns helfen zu verstehen, da&szlig; falsche &Uuml;berzeugungen, auch unsere eigenen, Gottes Zielen dienen k&ouml;nnten, und ihm mehr Ehre bringen k&ouml;nnen, als uns bewu&szlig;t ist. Das ist meiner Meinung nach eine der St&auml;rken dieses protestantischen Grundsatzes <i>Sola Scriptura</i> &#8212; er gibt uns die M&ouml;glichkeit uns mit theologischen Fragen auf einer Ebene auseinanderzusetzen, die in Traditionen mit Lehramt nicht m&ouml;glich ist.</p>
<p>Ich will damit sagen: vielleicht ist es gerade Gottes Souver&auml;nit&auml;t, die Meinungsverschiedenheiten &uuml;ber Gottes Souver&auml;nit&auml;t hervorbringt. Das heisst nicht, da&szlig; falsche Lehre immer gerechtfertigt ist.  Falsche &Uuml;berzeugungen sind oft, aber nicht immer, die Folge von S&uuml;nde. Es hei&szlig;t auch nicht, da&szlig; wir uns mit Agnostizismus (&#8220;man kann es nicht wissen!&#8221;) begn&uuml;gen sollen, oder unsere theologischen Meinungen mit weniger &Uuml;berzeugung vertreten sollen. Im Gegenteil: wir vertreten sie mit mehr &Uuml;berzeugung als je zuvor, in der Zuversicht, da&szlig; Gott auch mit diesen Konflikten als Folge von Meinungsunterschieden seinen Plan hat. Am Ende werden wir feststellen, da&szlig; unsere &Uuml;berzeugungen durch Konflikte gest&auml;rkt, nicht geschw&auml;cht, werden. Ich glaube, da&szlig; wir offen sein m&uuml;ssen f&uuml;r die M&ouml;glichkeit, Unrecht zu haben, um zu einem wahrhaftigeren und festeren Glauben zu finden.</p>
<p>Heute feiern wir Vielfalt in allen Bereichen des Lebens. Wir freuen uns an den Unterschieden zwischen den Geschlechtern. M&auml;nner: k&ouml;nnt Ihr Euch eine Welt vorstellen, wo keine Frauen zu einer ausgeglichenen Sicht der Dinge beitragen? Das w&auml;re schrecklich. Frauen, k&ouml;nnt Ihr Euch das Gegenteil vorstellen? (Bitte, spart Euch die Antwort!) Denken wir an die Unterschiede in Pers&ouml;nlichkeiten, Nationen, politischen Parteien, Altersgruppen, und Kulturen. Auch wenn wir unsere Meinung f&uuml;r wahr halten (und das mag sie auch sein), ist es in gewisser Weise sehr bereichernd, da&szlig; es eine Vielfalt an Meinungen, Werten, &Uuml;berzeugungen, und Lebensweisen gibt. Ein tieferes Verst&auml;ndnis dieser Vielfalt kann uns zu der Erkenntnis f&uuml;hren, da&szlig; die Antwort auf viele Fragen &#8220;sowohl als auch&#8221; lautet, und nicht &#8220;entweder oder&#8221;. Wo wir nicht einer Meinung sind, k&ouml;nnten wir beide Recht haben &#8212; oder beide Unrecht haben.</p>
<p>Letzten Endes, wenn Gott alles unter Kontrolle hat, dann ist die Antwort auf meine Frage recht einfach. Warum sind nicht alle meiner Meinung? Weil es nicht Gottes Wille ist. Weil es ihm zur Ehre gereicht. Warum? Sein Wille wird eher erreicht durch Vielfalt. So k&ouml;nnen wir lernen, Vielfalt zu feiern, ohne uns dieser postmodernen Matrix aus Relativismus, Unsicherheit und Apathie zu ergeben.</p>
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		<title>Axis Mundi: Gedanken zum Gr&#252;ndonnerstag</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 10:20:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wnp</dc:creator>
				<category><![CDATA[1]]></category>

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		<description><![CDATA[Der folgende Artikel stammt vom Direktor f&#252;r Pro-Life Aktivit&#228;ten der katholischen Di&#246;zese Wilmington (Delaware, USA). Trotz einiger Unterschiede zwischen dem r&#246;misch-katholischen und dem evangelikalen Verst&#228;ndnis des Abendmahles ist der Artikel ein guter Gedankenansto&#223; in Bezug auf die einzigartige Revolution, die uns das Abendmahl vergegenw&#228;rtigt. Alles was wir tun m&#252;ssen, um diesen Artikel als Evangelikale zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><em>Der folgende Artikel stammt vom Direktor f&uuml;r Pro-Life Aktivit&auml;ten der katholischen Di&ouml;zese Wilmington (Delaware, USA). Trotz einiger Unterschiede zwischen dem r&ouml;misch-katholischen und dem evangelikalen Verst&auml;ndnis des Abendmahles ist der Artikel ein guter Gedankenansto&szlig; in Bezug auf die einzigartige Revolution, die uns das Abendmahl vergegenw&auml;rtigt. Alles was wir tun m&uuml;ssen, um diesen Artikel als Evangelikale zu lesen, ist, statt &#8220;Eucharistie&#8221; zu lesen, &#8220;das, was das Abendmahl darstellt.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Vor kurzem habe ich einen Artikel gelesen, in dem ein Methodistenprediger die Eucharistie als &#8220;revolution&auml;r&#8221; bezeichnete. Man k&ouml;nnte das einfach abtun, schlie&szlig;lich wird dieser Begriff heutzutage auch verwendet, um ein neues Haarshampoo oder einen neuen Wegwerf-Rasierer anzupreisen. Aber diese Behauptung, da&szlig; die Eucharistie, revolution&auml;r ist, ist etwas, das wir dringend h&ouml;ren m&uuml;ssen, denn sie ist sehr wahr. Es ist viel zu leicht, uns an das zu gew&ouml;hnen, was wir in der Feier der Eucharistie tun, und dabei zu vergessen, was es f&uuml;r uns und f&uuml;r die Welt bedeutet. Wir verlieren viel, vielleicht alles, wenn wir das vergessen.</p>
<p>In der Eucharistie verbinden wir uns mit dem Opfer Christi, und dieses Opfer ist die einzige wahre Revolution. Alle anderen Revolutionen waren letztendlich nur Anpassungen darin, wie die Dinge liefen, manchmal zum Besseren, aber allzu oft zum Schlechteren.</p>
<p>Die Amerikanische Revolution war ein Ereignis von gro&szlig;er weltgeschichtlicher Bedeutung, und doch war sie in vieler Hinsicht nur eine kleine Anpassung der alten, wohl-etablierten englischen Art zu denken und zu leben. Die franz&ouml;sische Revolution hat die absolute Monarchie Frankreichs durch ein Regime ersetzt, welches genauso absolutistisch und viel blutiger war, und welches die Mutter aller blutigen Diktaturen unseres Zeitalters wurde.</p>
<p>Dann kam die wissenschaftliche Revolution. Sie hat viel gutes gebracht, aber sie hat uns auch viele M&ouml;glichkeiten gebracht, mit denen der Mensch moralisch kaum umgehen kann. Sie hat Heilung, Bequemlichkeit, Kommunikation, und eine Menge an Wissen gebracht, die man sich in fr&uuml;heren Zeiten kaum vorstellen konnte; aber sie hat uns auch fortschrittliche T&ouml;tungtechnologien gebracht, Umweltverschmutzung, und die Forschung an embryonalen Stammzellen. Sie hat eine bequeme Ausrede f&uuml;r einen kindischen Atheismus gebracht, und viele Bereiche des menschlichen und famili&auml;ren Zusammenlebens zerst&ouml;rt.</p>
<p>Menschliche Revolutionen ver&auml;ndern lediglich das menschliche Leben, nicht die menschliche Natur. Sie hinterlassen uns unver&auml;ndert, und die wahren Probleme des Menschen, die S&uuml;nde, der Tod, und der Teufel, werden nicht angesprochen geschweige denn gel&ouml;st.</p>
<p>Die Eucharistie&#8211;st&auml;ndig gefeiert auf der ganzen Welt, und heute mit besonderer Intensit&auml;t&#8211;stellt die Welt auf den Kopf. Hier ist die Ank&uuml;ndigung, da&szlig; im Zentrum des Universums ein gekreuzigter Jude steht. Jesus.</p>
<p>Als Er gekreuzigt wurde, dachten alle, da&szlig; das wahre Machtzentrum und alle Herrlichkeit in Rom zu finden waren. Jesus war nur ein weiterer, kleiner, hinterw&auml;ldlerischer St&ouml;renfried, mit dem man leicht fertig wurde.</p>
<p>Aber in dem schwachen Fleisch Jesu, in seinem Tod, hat Gott alles ver&auml;ndert. Menschlich gesprochen ist das eine sehr unwahrscheinliche Revolution. Und als w&auml;re das noch nicht unvorstellbar genug, setzt Gott diese Ver&auml;nderung auch heute noch, in der Gestalt von Brot und Wein, fort.</p>
<p>Hier sagt Gott NEIN zu S&uuml;nde und Tod, NEIN zu unseren schwachen Kompromissen mit den Werten unseres Zeitalters. Hier heilt er uns von unseren Selbstt&auml;uschungen von Macht, Selbstbestimmung und Leistung. Hier sagt er JA zu uns und bringt Leben, Vergebung und Erleuchtung f&uuml;r wahre Ver&auml;nderungen im Leben der Menschen. Und wir k&ouml;nnen nur unser schwaches &#8220;Amen&#8221; dazu sagen.</p>
<p>Das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit sind nicht in Washington, nicht im UNO-Hauptquartier, nicht in der Wall Street, und auch nicht in Hollywood, Bejing oder B&uuml;ssel. Sie sind auf dem Altar, verborgen in Brot und Wein, so wie sie auf dem Kreuz im Fleisch Christi verborgen waren.</p>
<p>Das Reich, die Kraft, und die Herrlichkeit waren verborgen in der Befreiung einer kleinen Schar von Skaven aus &Auml;gypten, und in dem Opfer eines Lammes und dem Essen unges&auml;uerter Brote.</p>
<p>Das Reich, die Kraft, und die Herrlichkeit waren verborgen in der Fu&szlig;waschung durch Jesus, der Arbeit eines Sklaven, die von einem Au&szlig;enseiter verrichtet wurde.</p>
<p>In solchen Momenten, in solchen Realit&auml;ten ist die Wahrheit verborgen, die die Welt revolutioniert: da&szlig; S&uuml;nde vergeben ist, da&szlig; der Tod besiegt ist.</p>
<p>Die Eucharistie stellt all die falschen G&ouml;tter blo&szlig;, die wir uns selbst schaffen um uns vor unserer S&uuml;nde zu verstecken und so zu tun, als w&auml;ren wir unsterblich. Durch die Eucharistie sehen wir unser kleines Leben als die Arena, in der Gott die wahre Revolution vollbringt, die Menschen wieder zur&uuml;ck zu Gott bringt, die uns hinaus in die Welt schickt, um anderen die F&uuml;&szlig;e zu waschen.</p>
<p>Hier schafft Gott die Revolution, die es uns m&ouml;glich macht, der falschen Herrlichkeit und Befriedigung zu widerstehen, mit der uns unsere &ouml;konomischen, sozialen, kulturellen und politischen Systeme in Versuchung f&uuml;hren. Hier ist die Revolution, die uns frei macht, Widerstand und Kritik zu leisten an der immer mehr um sich greifenden Finsternis des S&auml;kularismus, Atheismus, Nihilismus und Materialismus, die in der westlichen Welt auf dem Vormarsch sind.</p>
<p>Christus im heiligen Abendmahl zu empfangen, Ihn anzubeten, die Heilige Dreieinigkeit anzubeten &#8212; so nehmen wir teil an der wahren Revolution.</p>
<p>Deshalb hat die Kirche, die Gemeinde Jesu, Feinde. Deshalb verachten die M&auml;chte des S&auml;kularismus die Kirche. Deshalb haben Reiche vom alten Rom bis zum modernen China versucht, die Feier der Eucharistie zu st&ouml;ren.</p>
<p>Denn in und durch die Eucharistie sind wir der Widerstand. Wir sind die wahren Revolution&auml;re. Am Ende der eucharistischen Liturgie sagen Katholiken &#8220;Amen!&#8221; zu den Worten, &#8220;Denn durch Ihn, und mit Ihm, und in Ihm ist Dir, Gott, allm&auml;chtiger Vater, in der Einheit des Heiligen Geistes, alle Herrlichkeit und Ehre, jetzt und in Ewigkeit.&#8221; Kein C&auml;sar will das h&ouml;ren. Kein C&auml;sar kann ein anderes, derart absolutes Machtzentrum dulden.</p>
<p>Aber f&uuml;r uns, die wir die G&uuml;te des Herrn gesehen und geschmeckt haben, die wir den Mittelpunkt unseres Lebens in der Anbetung Gottes gefunden haben, f&uuml;r uns gibt es keine andere Alternative als dieses eucharistische Mahl zu feiern. Wir w&uuml;nschen nichts mehr, und k&ouml;nnen uns nichts gr&ouml;&szlig;eres vorstellen, als zu diesem Volk zu geh&ouml;ren, die um den Tisch des Herrn Jesus Christus versammelt sind, in dem allein Herrlichkeit und Freiheit zu finden sind.</p>
<p><em>Leonard R. Klein ist Direktor f&uuml;r Pro-Life Aktivit&auml;ten der r.k. Di&ouml;zese Wilmington. Dieser  Artikel erschien auf der Webseite der Zeitschrift</em> <a href="http://www.firstthings.com/" target="_new">First Things</a>.</p>
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		<title>Vier Gedanken zum bevorstehenden Osterfest</title>
		<link>http://www.freikirchen.at/2010/03/vier-gedanken-zum-bevorstehenden-osterfest/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 15:25:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wnp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Andacht von Dr. Joe McKeever
Ostern kommt n&#228;her, und viele von uns denken daher wieder mehr nach &#252;ber den Tod des besten und reinsten Menschen, der je &#252;ber diese Erde gegangen ist.
Hier ist eine kurze Andacht in vier Punkten zum Thema Kirche und Ostern. Ihr wi&#223;t wohl, da&#223; es bei  Ostern &#8212; Kreuzigung, Begr&#228;bnis, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><center>Eine Andacht von Dr. Joe McKeever</center></p>
<p>Ostern kommt n&auml;her, und viele von uns denken daher wieder mehr nach &uuml;ber den Tod des besten und reinsten Menschen, der je &uuml;ber diese Erde gegangen ist.</p>
<p>Hier ist eine kurze Andacht in vier Punkten zum Thema Kirche und Ostern. Ihr wi&szlig;t wohl, da&szlig; es bei  Ostern &#8212; Kreuzigung, Begr&auml;bnis, Auferstehung &#8212; prim&auml;r um die Kirche, die Gemeinde Jesu geht, oder?<br />
<span id="more-747"></span><br />
<em>&#8220;Christus gab sein Leben für die Gemeinde, damit sie befreit von Schuld ganz ihm gehört, rein gewaschen durch die Taufe und Gottes Wort.&#8221;</em> (Epheser 5,25) sowie, <em>&#8220;Achtet darauf, die Herde Gottes &#8212; seine Gemeinde, die er durch das Blut seines eigenen Sohnes erkauft hat &#8211;, zu hüten und zu betreuen &#8230;&#8221;</em> (Apostelgeschichte 20:28)</p>
<p>Hier sind vier Dinge, die jedes Gotteskind &uuml;ber die Gemeinde des Herrn wissen sollte:</p>
<ol>
<li>Sie ist Seine Gemeinde, und Er will sie zur&uuml;ck haben.
<li>Er ist Ihr Haupt, und erwartet, da&szlig; sie Ihm gehorcht.
<li>Sie ist Sein Leib, und Er nimmt alles sehr pers&ouml;nlich, was ihr angetan wird.
<li>Sie ist Seine Braut, und Er will sich an ihr freuen.
</ol>
<p>Wir sollten uns diese vier Punkte gut vor Augen stellen, damit sie uns auf dem richtigen Kurs halten. Manchmal vergraben wir Prediger unsere Punkte in so vielen Worten, da&szlig; es leicht ist zu vergessen, wo wir sind, was wir tun, oder wo wir hin wollen.</p>
<p><b>1) &#8220;Sie ist Seine Gemeinde, und Er will sie zur&uuml;ck haben.&#8221;</b></p>
<p>In dem ersten Punkt geht es um Besitz. Jesus ist der Herr der Gemeinde.</p>
<p>Ich sah ein Schild an einem Kirchengeb&auml;ude: <em>&#8220;Zu verkaufen &#8212; direkt vom Besitzer.&#8221;</em>  Nat&uuml;rlich wissen wir, was da gemeint ist, aber es hat mich zum Nachdenken angeregt, ob der Herr jetzt daran geht, alle nutzlosen Besitzt&uuml;mer abzusto&szlig;en. Und ob Er mich in diesem Fall behalten w&uuml;rde.</p>
<p>Nach jeder Saison sto&szlig;en die Fu&szlig;ballclubs gute Spieler ab, deren Vertrag ihnen mehr Geld zuspricht, als sich der Club leisten kann. Genauso sto&szlig;en sie Spieler ab, die nicht mehr fit sind, die die Erwartungen nicht mehr erf&uuml;llen. Und wer macht das? Die Eigent&uuml;mer, die Besitzer.</p>
<p>Jedesmal wenn wir, du oder ich, die Worte aussprechen, <em>&#8220;Jesus ist Herr&#8221;</em>, bekennen wir, da&szlig; alles Ihm geh&ouml;rt.</p>
<p>Als man Jesus fragte, mit welchem Recht Er die Geldwechsler aus dem Tempel jagen wollte, sagte Er, <em>&#8220;Es steht geschrieben, Mein Haus &#8230;&#8221;</em></p>
<p>Es war Sein Haus. Er konnte es ausmisten, wenn Er es so wollte.</p>
<p><b>2) &#8220;Er ist Ihr Haupt, und erwartet, da&szlig; sie Ihm gehorcht.&#8221;</b></p>
<p>Im zweiten Punkt geht es um J&uuml;ngerschaft.</p>
<p><em>&#8220;Ihr seid immer Diener dessen, dem ihr gehorcht&#8221;</em> (R&ouml;mer 6,16).</p>
<p><em>&#8220;Warum nennt ihr mich also `Herr´, wenn ihr nicht tut, was ich sage?&#8221;</em> (Lukas 6,46)</p>
<p>Dieses Bild, da&szlig; der Herr das Haupt und die Gemeinde der Leib ist, soll eine Abh&auml;ngigkeit etablieren, eine Beziehung in der man sich gegenseitig braucht. Das Haupt braucht den Leib, um Sein Werk zustande zu bringen. Der Leib braucht das Haupt f&uuml;r viele verschiedene Dinge: Nahrung, F&uuml;hrung, Schutz.</p>
<p>Ein Leib der nicht l&auml;nger dem Haupt gehorcht, ist ein trauriges Schauspiel.</p>
<p><b>3) &#8220;Sie ist Sein Leib, und Er nimmt alles sehr pers&ouml;nlich, was ihr angetan wird.&#8221;</b></p>
<p>Der dritte Punkt handelt von Einheit: Seine vollst&auml;ndige Hingabe und Identifizierung mit uns.</p>
<p>Als der wohlmeinende aber ernsthaft irregeleitete Saulus von Tarsus Jesus auf der Stra&szlig;e nach Damaskus begegnet ist, hat er herausgefunden, da&szlig; er mit seiner Jagd auf Christen Jesus selbst verfolgt hat (Apostelgeschichte 9). Das war ein Erlebnis, das er nie mehr vergessen hat.</p>
<p>Quer durch das Alte Testament versichert Gott den Juden immer wieder, da&szlig; Er es sehr pers&ouml;nlich nahm, wie die Welt sie behandelte, und da&szlig; Er entsprechend mit den Nationen umgehen w&uuml;rde. Das war selten ein Honiglecken f&uuml;r diese heidnischen V&ouml;lker.</p>
<p>In Matth&auml;us 25 sagt Jesus, da&szlig; wenn wir <em>&#8220;diesen geringsten meiner Br&uuml;der&#8221;</em> mit Nahrung und Kleidung dienen, dann ist das ganz so, als h&auml;tten wir Ihm gedient. Und wenn wir das verabs&auml;umen, nimmt Er es genauso pers&ouml;nlich.</p>
<p>Am Ende von Matth&auml;us 25 sagt der Herr zu seinen J&uuml;ngern, da&szlig; die, die ihnen bei ihrem Dienst helfen, den gleichen Lohn empfangen werden wie sie. Der Herr sieht, und merkt es sich, und Er h&auml;lt Wort.</p>
<p><b>4) &#8220;Sie ist Seine Braut, und Er will sich an ihr freuen.&#8221;</b></p>
<p>In gewisser Weise ist das die erstaunlichste Erkenntnis. Sie handelt von Gottes Intentionen, den Pl&auml;nen, die Er f&uuml;r unsere Zukunft hat.</p>
<p>Einer von vielen, vielen Gr&uuml;nden, an die Inspiration der Heiligen Schrift zu glauben, ist die Tatsache, da&szlig; oft genau das Gegenteil von dem drin steht, was man erwarten w&uuml;rde. Ich mu&szlig; bekennen, da&szlig; diese Erkenntnis &#8212; da&szlig; die Gemeinde die Braut Christi ist und auf eine glorreiche Zukunft zugeht &#8212; meine Vorstellungskraft sprengt.</p>
<p>Gott sieht offenbar in dieser sch&auml;bigen Sammlung von S&uuml;ndern  etwas, das wir nicht sehen. Er sieht etwas in mir, das ich nicht sehen kann. Er sch&auml;tzt, was ich verachte. Und verachtet, was ich sch&auml;tze, in vielen F&auml;llen.</p>
<p><em>&#8221; &#8230; Ihm sei die Ehre in der Gemeinde &#8230;&#8221;</em> (Epheser 3,31)</p>
<p>Christus <em>&#8220;gab sein Leben für sie (die Gemeinde), damit sie befreit von Schuld ganz ihm gehört, rein gewaschen durch die Taufe und Gottes Wort. Er tat dies, um sie als herrliche Gemeinde vor sich hinzustellen, ohne Flecken und Runzeln oder dergleichen, sondern heilig und makellos.&#8221;</em> Epheser 5,25-27</p>
<p>Der Herr hat etwas vor, was Er noch nicht vollendet hat. Es betrifft dich und mich, alle die in Christus Jesus sind. Es ist die Folge, die Konsequenz von Tod, Begr&auml;bnis und Auferstehung des Herrn Jesus Christus.</p>
<p>Gott sei dank f&uuml;r das Oster-Ereignis. Es gehen immer noch Segnungen davon aus.</p>
<hr />
<em>Der Autor, Dr. Joe McKeever war viele Jahre Pastor von Baptistengemeinden im Raum von New Orelans, Louisiana, USA. Die letzten Jahre vor seiner Pensionierung im Vorjahr war er Missionsdirektor f&uuml;r die regionale Vereinigung von Baptistengemeinden. Er bloggt im Internet unter der Adresse, http://www.joemckeever.com.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Christen-Kongress &#8220;pfui&#8221;, aber Ehrendoktor für Dalai Lama &#8220;hui&#8221;?</title>
		<link>http://www.freikirchen.at/2009/08/protest-gegen-einen-kongress-von-christen-aber-kaum-kritik-an-der-ehrung-fur-dalai-lama/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 12:05:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wnp</dc:creator>
				<category><![CDATA[1]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum hat sich in Marburg kaum Widerstand gegen die Verleihung der Ehrendoktorwürde der Philipps-Universität an den Dalai Lama am 3. August geregt? Das fragt der evangelische Theologe und Geschäftsführer der Stiftung Marburger Medien, Jürgen Mette (Marburg).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Pressedienst IDEA zitiert den evangelischen Theologen und Geschäftsführer der Stiftung Marburger Medien, Jürgen Mette (Marburg):</p>
<blockquote><p>Warum hat sich in Marburg kaum Widerstand gegen die Verleihung der Ehrendoktorwürde der Philipps-Universität an den Dalai Lama am 3. August geregt? Niemand habe gegen eine Vermischung von Religion und Wissenschaft demonstriert angesichts der Ehrung eines Mannes, der sich mit „Gottkönig“ anreden lasse. Mette: „Das sonst schnell aufgebrachte, wissenschaftlich aufgeklärte und politisch korrekte Marburg bleibt verdächtig stumm.“ Er begrüßt dies, weil niemand die religiösen Gefühle des Gastes und seiner Anhänger verletzen wolle. Völlig anders sei dies beim evangelikalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge Ende Mai in Marburg gewesen. Damals seien die religiösen Gefühle von Christen mit Füßen getreten worden. Rund 1.000 Gegner hatten am Himmelfahrtstag gegen den Kongress demonstriert und anti-christliche Parolen verbreitet.</p>
<p>Unbekannte beschmierten Gebäude mit Darstellungen, die ein gekreuzigtes Schwein mit der Aufschrift „Jesus du Opfer“ zeigten. Mette wertet die unterschiedlichen Reaktionen auf den Kongress und die Ehrung des Dalai Lama als Beleg dafür, dass linksradikale und religionskritische Kreise mit zweierlei Maß messen.</p></blockquote>
<p>Aber nat&uuml;rlich, und ganz selbstverst&auml;ndlich. </p>
<p>Wenn unserer Weltsicht als Christen stimmt, dann gibt es auf dieser Welt im wesentlichen zwei Arten von Menschen:</p>
<ul>
<li>Diejenigen, die ihr Leben mit Gott in Ordnung gebracht haben und versuchen, im Einklang mit Seinem Willen zu leben, sowie</li>
<li>Alle anderen.</li>
</ul>
<p>Alle Menschen in diese letzteren Gruppe, und das ist wahrscheinlich die Mehrheit der Menschheit, werden sehr leicht (wohl aber in unterschiedlichem Ausma&szlig;) von den &#8220;M&auml;chten dieser Welt&#8221; beinflu&szlig;t und manipuliert, die Gott widerstehen. Diese M&auml;chte haben kein Interesse daran, die Ehrung von Leuten wie dem Dalai Lama zu verhindern oder zu st&ouml;ren, wohl aber, die effektivere Zusammenarbeit von Christen in ihrem Dienst an Menschen und dem Reich Gottes zu behindern.</p>
<p>Eigentlich ganz logisch, wenn man die christliche Weltsicht ernst nimmt.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Plakatkampagne gegen &#8212; &#8220;nichts&#8221;?</title>
		<link>http://www.freikirchen.at/2009/07/plakatkampagne-gegen-nichts/</link>
		<comments>http://www.freikirchen.at/2009/07/plakatkampagne-gegen-nichts/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 14:18:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wnp</dc:creator>
				<category><![CDATA[1]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.freikirchen.at/?p=698</guid>
		<description><![CDATA[Nun kommen also die atheistischen Plakate auch nach Wien: ab morgen (Do, 16. Juli) sollen auf GEWISTA City Lights drei Plakat-Sujets zu sehen sein: 
Es gibt keinen Gott. Gutes tun ist menschlich. Auf uns kommt es an
Gott ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein tschechischer Schlagersänger. Entspann dich. Er wird dir nichts tun
sowie der Originaltext [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun kommen also die atheistischen Plakate auch nach Wien: ab morgen (Do, 16. Juli) sollen auf GEWISTA <i>City Lights</i> drei Plakat-Sujets zu sehen sein: <span id="more-698"></span></p>
<blockquote><p><i>Es gibt keinen Gott. Gutes tun ist menschlich. Auf uns kommt es an</i></p></blockquote>
<blockquote><p><i>Gott ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein tschechischer Schlagersänger. Entspann dich. Er wird dir nichts tun</i></p></blockquote>
<p>sowie der Originaltext der urspr&uuml;nglichen Kampagne in England, </p>
<blockquote><p><i>There&#8217;s probably no God. Now stop worrying and enjoy your life.</i></p></blockquote>
<p>Alle bisherigen Kampagnen dieser Art haben <i>nicht</i> zu einem Massen-Abfall vom Christentum gef&uuml;hrt; im Gegenteil, evangelistisch engagierte Menschen berichten, da&szlig; diese Plakate, ebenso wie der &#8220;Atheisten-Bus&#8221;, der vor ein paar Wochen in Begleitung eines &#8220;Christen-Buses&#8221; durch Deutschland fuhr, Anla&szlig; f&uuml;r viele gute Gespr&auml;che mit suchenden Menschen geboten haben.</p>
<p>Man kann daher nur dem Mediensprecher der katholischen Erzdi&ouml;zese Wien, Erich Leitenberger, zustimmen, der diese Kampagne so kommentiert: &#8220;Schon Nietzsche hat behauptet: &#8216;Gott ist tot.&#8217; Nach einiger Zeit hat sich herausgestellt, Nietzsche ist tot und Gott lebendig.&#8221;</p>
<p>Aber die Frage mu&szlig; erlaubt sein: Wogegen protestieren denn diese &#8220;Atheisten&#8221;, &#8220;Agnostiker&#8221; und &#8220;Freidenker&#8221; eigentlich? Gegen den Gott, den es laut ihren Aussagen nicht gibt, also gegen NICHTS? Denn die Behauptung, da&szlig; im heutigen &Ouml;sterreich Atheisten und nicht-religi&ouml;se Menschen diskriminiert werden, und man dagegen protestiere, ist wohl eher ein Witz.</p>
<p>Auch die Selbstbezeichnungen dieser Gruppen muten sonderbar an: wie k&ouml;nnen Agnostiker (d.h. Menschen die sagen, man kann nicht wissen, ob es Gott gibt), pl&ouml;tzlich mit so gro&szlig;er Sicherheit behaupten, dass es keinen Gott (au&szlig;er dem tschechischen Schlagers&auml;nger) gibt? Und die &#8220;Freidenker&#8221; berauben sich mit dieser Aussage ebenfalls der Freiheit, die sie sich mit ihrer Selbstbezeichnung selbst zu- und allen anderen absprechen. Sie sind so frei, wie die FP&Ouml; freiheitlich ist &#8212; das ist einfach Etikettenschwindel.</p>
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		<title>Mangelnde Bibelkenntnis unter Evangelikalen?</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 17:51:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wnp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einer der letzten Nummern der Gemeinde, der Zeitschrift des deutschen Baptistenbundes, fand ich folgende Meldung:
Unter den Baptisten nimmt die Bibelkenntnis ab. Das hat der Pr&#228;sident (des Baptistenbundes) Emmanuel Brandt in seinem Bericht auf der Bundesratstagung beklagt. Diesen Trend d&#252;rfe man nicht &#8220;achselzuckend zur Kenntnis nehmen&#8221;, mahnte er. Andernfalls grabe sich der Bund als &#8220;Bibelbewegung&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einer der letzten Nummern der <i>Gemeinde</i>, der Zeitschrift des deutschen Baptistenbundes, fand ich folgende Meldung:</p>
<blockquote><p>Unter den Baptisten nimmt die Bibelkenntnis ab. Das hat der Pr&auml;sident (des Baptistenbundes) Emmanuel Brandt in seinem Bericht auf der Bundesratstagung beklagt. Diesen Trend d&uuml;rfe man nicht &#8220;achselzuckend zur Kenntnis nehmen&#8221;, mahnte er. Andernfalls grabe sich der Bund als &#8220;Bibelbewegung&#8221; das Wasser ab. Er appellierte an die Vertreter der Gemeinden, &#8220;dem Wort Gottes den geb&uuml;hrnenden Platz einzur&auml;umen&#8221;. Zugleich wandte er sich gegen &#8220;eine enge Buchstabengl&auml;ubigkeit&#8221;. Er verwies auf einen Ausspruch Onckens, der erkl&auml;rt habe, dass Baptisten dem &#8220;Wort Gottes und dem Geist des Worts&#8221; folgten.</p></blockquote>
<p>Ich finde das traurig, und f&uuml;rchte, da&szlig; die Dinge in &Ouml;sterreich nicht viel anders aussehen. Vor kurzem kam mir ein Artikel des amerikanischen Theologen M. James Sawyer unter, der eine ganz &auml;hnliche Situation unter den Evangelikalen Nordamerikas schildert. Hier ist sein Artikel, der uns zum Nachdenken anregen sollte. Man kann beruhigt &#8220;Westeuropa&#8221; einsetzen, wo Dr. Sawyer &#8220;Nordamerika&#8221; schreibt.</p>
<hr />
<h2>&#8220;Alles was ich tun mu&szlig;, ist Jesus lieben und ihm gehorchen!&#8221; &#8212; Wirklich?</h2>
<p>von Dr. M. James Sawyer</p>
<p>Gestern abend hatte ich ein Gespr&auml;ch, das mir wieder einmal die Notwendigkeit unseres Dienstes (der theologischen Ausbildung) klar vor Augen f&uuml;hrte. Ich sprach mit einem Studenten, der meinen Kurs &#8220;Einf&uuml;hrung in die Theologie&#8221; am Tozer Seminary besucht. Der Student ist Mitte Dreissig und sehr in der Gemeinde engagiert. Er ist der Sohn eines Baptistenpredigers und ist daher quasi in der Gemeinde aufgewachsen.</p>
<p>Die Klasse war gerade am Diskutieren, was sie dieses Semester gelernt hatten, und er meinte, er f&uuml;e sich komplett &uuml;berw&auml;ltigt von all dem Material, dem er in diesem Kurs ausgesetzt wurde. Er sagte, als einer, der in der Gemeinde gro&szlig;geworden war, da&szlig; die einzige Theologie, die in seiner Gemeinde gelehrt wurde, Johannes 3,16 war. Er hatte keine Vorstellung davon, worum es im Fach Theologie geht, und er hatte keine Ahnung von dem Reichtum von fast zweitausend Jahren Geschichte des Handelns Gottes mit den Menschen. Er meinte, da&szlig; er, nach dem wenigen, das er bis jetzt in diesem Kurs gelernt hatte, das Gef&uuml;hl hatte, da&szlig; ihn seine Gemeinde beraubt oder betrogen hatte.</p>
<p>Heute fr&uuml;h erz&auml;hlte ich einem meiner ehemaligen Studenten, der jetzt Pastor f&uuml;r Erwachsenenbildung an einer lebendigen evangelikalen Gemeinde im Gro&szlig;raum von San Francisco ist, von diesem Gespr&auml;ch, und er stellte fest, da&szlig; auch die erwachsenen Gl&auml;bigen in seiner Gemeinde nur eine sehr mangelhafte Bibelkenntnis aufwiesen, da&szlig; sie nicht nur keine Ahnung von Geschichte oder Theologie h&auml;tten, sondern auch kaum vertraut sind mit dem &Uuml;berblick der biblischen Geschichte oder auch den einzelnen biblischen Geschichten, mit denen ich in der Sonntagsschule aufgewachsen bin.</p>
<p>Vor etwa zehn Jahren hatte ich ein l&auml;ngeres Gespr&auml;ch mit Grant Osborn, Professor f&uuml;r Neues Testament an der Trinity Evangelical Divinity School. Dr. Osborn sagte, da&szlig; evangelikale Gelehrbarkeit ein Niveau erreicht hatte wie nie zuvor &#8212; wir konnten es jetzt mit den Gr&ouml;ssen der liberalen Theologie aufnehmen, und evangelikale Gelehrte hatten Werke geschrieben, die auch an nicht-evangelikalen Fakult&auml;ten zu den Standardwerken gez&auml;hlt wurden. In den Gemeinden jedoch, so fuhr er fort, sind wir auf dem Weg in ein finsteres Zeitalter, wenn es um Bibelkenntnis geht. Ich w&uuml;rde noch hinzuf&uuml;gen, dass dieses finstere Zeitalter schon eine Weile andauert in Bezug auf Geschichte und Theologie.</p>
<p>Die Bibel, Theologie, und Geschichte &#8212; das sind Themen, die mir sehr am Herzen liegen, und ich bin absolut davon &uuml;berzeugt davon da&szlig; jeder Christ mehr als nur ein vages Interesse an diesen Dingen haben sollte, mehr als eine Einstellung vom Typ &#8220;G&auml;hn! Wie langweilig!&#8221; Wenn wir zur&uuml;ckblicken in das vierte Jahrhundert nach Christus sehen wir ein theologisches Ph&auml;nomen und eine Mentalit&auml;t, die wir heute gar nicht verstehen k&ouml;nnen. Im Konstantinopel des vierten Jahrhunderts waren ganz allt&auml;gliche Christen begeisterte Amateurtheologen! Gregor von Nyssa (gest. 395), einer der gro&szlig;en Theologen-Bisch&ouml;fe, die mithalfen, die Wahrheit von der vollen Gottheit Jesu in der Gemeinde zu verankern, im Widerstand gegen die Irrlehre, da&szlig; Christus vor seiner Menschwerdung lediglich ein Gesch&ouml;pf war, schildert folgendes:</p>
<blockquote><p>Die ganze Stadt ist voll davon, die Pl&auml;tze, die M&auml;rkte, die Kreuzungen, die Gassen; Lumpenh&auml;ndler, Geldwechsler, Lebensmittelh&auml;ndler, sie alle diskutieren gesch&auml;ftig. Wenn man jemanden um Wechselgeld fragt, bekommt man eine philosophische Antwort &uuml;ber den Gezeugten und den Nichtgezeugten; wenn man jemanden nach dem Preis einer Ware fragt, bekommt man zur Antwort, da&szlig; der Vater gr&ouml;&szlig;er und der Sohn geringer sei; wenn man fragt, &#8220;Ist mein Bad bereit?&#8221; antwortet der Badew&auml;rter, da&szlig; der Sohn aus dem Nichts geschaffen wurde.</p>
<p style='text-align: right'>(&Uuml;ber die Gottheit des Sohnes, XLVI:557b)</p>
</blockquote>
<p>Heute wird sogar in der Gemeinde de Theologie ignoriert. Obwohl ich die neuen Lobpreis- und Anbetungslieder als Ausdruck unserer Herzenshingabe an den Herrn sch&auml;tze, mu&szlig; ich doch sagen, da&szlig; sie im Vergleich zu den alten Kirchenliedern theologisch blutleer scheinen. Und auch wenn es gut ist, da&szlig; wir Evangelikalen den Schwerpunkt auf eine pers&oum;nliche Beziehung zum Herrn legen, ignorieren wir doch zu unserem eigenen Schaden die Weisheit und die feste theologische Nahrung des Apostolischen oder Niz&auml;ischen Glaubensbekenntnisses, des Athanasischen Bekenntnisses und der Definition von Chalcedon mit der stolzen Feststellung, &#8220;Wir haben kein Glaubensbekenntnis au&szlig;er der Bibel!&#8221; Als amerikanische Evangelikale haben wir, um es in den Worten des evangelikalen Kirchengeschichtlers Kenneth Scott Latourette zu sagen, &#8220;dazu geneigt, alle Entwicklungen zu ignorieren, die nach dem ersten Jahrhundert im Christentum stattgefunden haben.&#8221; (Geschichte der Ausbreitung des Christentums, 4:428). Wir sind ein wurzelloses Volk ohne Identit&auml;t geworden, ohne Glaubensinhalte, die &uuml;ber das Niveau von Slogans auf Auto-Aufklebern hinausgehen. Das sage ich zu unserer Schande.</p>
<p>Wir leben in einem Zeitalter, in dem das Konzept der Wahrheit auf die pers&ouml;nliche Feststellung des Einzelnen reduziert wurde. Dinge werden nicht mehr als wahr oder unwahr angesehen, sondern lediglich als &#8220;wahr f&uuml;r mich.&#8221; Der verstorbene anglikanische Missionsbischof Lesslie Newbigin hat diese Idee so beschrieben, &#8220;ein Relativismus, der nicht bereit ist, &uuml;ber Wahrheit zu sprechen, sondern lediglich davon, was &#8216;wahr f&uuml;r mich&#8217; ist, weicht der Ernsthaftigkeit des Lebens aus. Er ist ein Zeichen eines tragischen Verlustes von Mut in unserer gegenw&auml;rtigen Kultur. Er ist ein Vorzeichen des Todes.&#8221; (Das Evangelium in einer pluralistischen Gesellschaft, Seite 22).</p>
<p>Als ich im Gymnasium war, habe ich das Buch der Offenbarung viele Male durchgelesen. Besonders interessant fand ich die Briefe an die sieben Gemeinden Kleinasiens. F&uuml;r jede dieser Gemeinden, au&szlig;er f&uuml;r die in Smyrna und Philadelphia, hatte der Herr eine ernste Ermahnung. Das Problem der Gemeinde zu Ephesus war Wahrheit ohne Liebe, in Pergamum und Thyatira war das Problem Irrlehre &#8212; falsche Lehren, die die Wahrheit des Evangeliums untergruben. Sardis zehrte von seinem Ruf, war aber praktisch schon tot. Das Problem der letzten Gemeinde, Laodizea, war vielleicht das gef&auml;hrlichste:</p>
<blockquote><p>Und dem Engel der Gemeinde von Laodizea schreibe: Das sagt der »Amen«, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der Schöpfung Gottes: Ich kenne deine Werke, daß du weder kalt noch heiß bist. Ach, daß du kalt oder heiß wärst! So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund. Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluß, und mir mangelt es an nichts! — und du erkennst nicht, daß du elend und erbärmlich bist, arm, blind und entblößt. Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird; und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst! Alle, die ich liebhabe, die überführe und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße! Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir. Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe. Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!</p>
<p style='text-align: right'>(Offenbarung 3,14-22, Schlachter 2000)</p>
</blockquote>
<p>Die Stadt Laodizea war reich. Sie lag an einer Kreuzung der Handelsstra&szlig;en in der r&ouml;mischen Provinz Kleinasien (der heutigen T&uuml;rkei). Sie war ber&uuml;hmt f&uuml;r ihre schwarze Wolle, und war auch ein finanzielles Zentrum in ihrer Region. Aber es gab Probleme:</p>
<blockquote><p>Die Stadt litt unter h&auml;ufigen Erdbeben, besonders unter dem gro&szlig;en Beben w&auml;hrend der Regierung Neros (AD 60), durch das sie vollst&auml;ndig zerst&ouml;rt wurde. Aber die Einwohner lehnten die Hilfe des Reiches ab und bauten die Stadt aus eigener Kraft wieder auf (Annalen des Tacitus, XIV:27). Der Reichtum der Bewohner lie&szlig; sie eine Vorliebe f&uuml;r die K&uuml;nste der Griechen entwickeln, die selbst in den Ruinen der Stadt noch erkennbar ist, und da&szlig; sie auch in Wissenschaft und Literatur nicht zur&uuml;ckgeblieben waren, bezeugen die Namen der Skeptiker Antiochus und Theiodas, der Nachfolger des Aenesidemus (Diog. Laërt. ix. 11. § 106, 12. § 116) . . . (http://en.wikipedia.org/wiki/Laodicea_ad_Lycum)</p></blockquote>
<p>Obwohl Reichtum im Alten Testament als Segen von Gott dargestellt wird, ist er kein unvermischter Segen. Er bringt mit sich die Gefahr des &uuml;berm&auml;&szlig;igen Selbstvertrauens im Gegensatz zum Vertrauen auf Gott, der den Reichtum gegeben hat. Er kann auch geistige Armut verschleiern, wie die Zurechtweisung des Herrn an die Gemeinde zu Laodizea zeigt.</p>
<p>Die Gemeinde in Laodizea sieht besorgniserregend &auml;hnlich aus, wie die evangelikale Bewegung unserer Zeit in Nordamerika. Wir sind reich &#8212; selbst nach dem Ma&szlig;st&auml;ben unserer Konsumgesellschaft. Auch die unter uns, die sich Monat f&uuml;r Montat anstrengen m&uuml;ssen, mit dem Geld auszukommen, leben besser als K&ouml;nige in der Vergangenheit. Dieser Reichtum hat unsere Sinne abgestumpft gegen&uuml;ber den N&ouml;ten um uns herum, und ganz besonders gegen&uuml;ber den N&ouml;ten der Br&uuml;der und Schwestern, die in der zweiten und dritten Welt in wirklicher Armut leben.</p>
<p>Ich schreibe all das nicht, um Schuldgef&uuml;hle hervorzurufen, sondern um uns herauszufordern, innezuhalten. Wenn die Gemeinde von Laodizea aufgerufen war, Bu&szlig;e zu tun ob ihrer Selbstgef&auml;lligkeit, w&auml;re es nicht an der Zeit, da&szlig; wir, die wir uns Kinder Gottes nennen, uns fragen, wie weit wir der Welt erlaubt haben, &#8220;uns in ihre Form zu pressen&#8221; (R&ouml;mer 12:2, J.B. Philips), und ob nicht auch wir Bu&szlig;e tun m&uuml;ssen &#8212; unser Denken zu &auml;ndern und so zu leben, wie es unserer Identit&auml;t als Kinder Gottes entspricht?</p>
<hr />
<i>Dieser Artikel erschien im November 2007 auf der Webseite von Dr. M. James Sawyer, &#8220;<a href="http://www.sacredsaga.org/jims-blog/2007/11/19/all-i-need-is-to-love-jesus-and-obey-him-really.html">Sacred Saga Ministries</a>&#8220;. &Uuml;bersetzung Wolf Paul, ver&ouml;ffentlicht mit Genehmigung des Autors.</i></p>
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		<title>Gott und das ganz normale Leben</title>
		<link>http://www.freikirchen.at/2009/06/gott-und-das-ganz-normale-leben/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 17:50:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wnp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Dr. M. James Sawyer
Meine Frau Kay wurde im peruanischen Amazonas-Dschungel geboren, wo ihre Eltern als Missionare der Wycliff-Bibel&#252;bersetzer arbeiteten. Sie wuchs auf in einer Siedlung mit fast 100 Missionarsfamilien. Alles was dort geschah hing zusammen mit der &#220;bersetzung der Bibel in die vielen Sprachen der einheimischen St&#228;mme im Amazonasbecken. Was diese Missionare unter den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von <a href="http://www.sacredsaga.org/m-james-sawyer/">Dr. M. James Sawyer</a></p>
<p>Meine Frau Kay wurde im peruanischen Amazonas-Dschungel geboren, wo ihre Eltern als Missionare der <i>Wycliff-Bibel&uuml;bersetzer</i> arbeiteten. Sie wuchs auf in einer Siedlung mit fast 100 Missionarsfamilien. Alles was dort geschah hing zusammen mit der &Uuml;bersetzung der Bibel in die vielen Sprachen der einheimischen St&auml;mme im Amazonasbecken. Was diese Missionare unter den Stammesv&ouml;lkern im peruanischen Dschungel vollbracht haben, grenzt an ein Wunder.<span id="more-661"></span></p>
<p>Wenn man nun eine Missionarstochter, die ihr ganzes Leben in einer Umgebung verbracht hat, wo sich die vorherrschende Werteordnung voll und ganz darum dreht, das Evangelium zu verbreiten unter Menschen, die noch nie eine Chance hatten, die Frohe Botschaft zu h&ouml;ren, in die sekulare Umgebung unserer westlichen Kultur verpflanzt, dann hat man ein Rezept f&uuml;r eine Krise, oder zumindest f&uuml;r eine anhaltende Spannung.</p>
<p>Als wir vor mehr als 35 Jahren heirateten, war diese Spannung nicht sofort offensichtlich. Ich war vollzeitlicher Mitarbeiter mit <i>Jugend f&uuml;r Christus</i> in Orange County in Kalifornien. Kay hat mir bei diesem Dienst unter Jugendlichen in Costa Mesa und Irvine geholfen. Als ich Jugend f&uuml;r Christus verlie&szlig;, packten wir unsere Sachen und zogen nach Dallas, Texas, wo ich die n&auml;chsten zehn Jahre mit theologischen Studien verbrachte. Im Jahr 1984, genau zehn Jahre und einen Monat sp&auml;ter, verlie&szlig;en wir Dallas und &uuml;bersiedelten in die Gegend von San Francisco, wo ich eine Stelle als Theologie-Professor am <i>Simpson College</i> antrat. Kays Leben kreiste um unser Zuhause und die Erziehung unserer Kinder. Als die Kinder gr&ouml;&szlig;er wurden und das Nest in Richtung Uni verlie&szlig;en, wurde es notwendig, da&szlig; Kay, zum ersten Mal, ins Berufsleben eintrat. Vier hungrige Studenten mit einem Professorengehalt zu ern&auml;hren war eine gro&szlig;e Herausforderung und wurde schlie&szlig;lich unm&ouml;glich &#8212; wir kamen an den Punkt, wo wir jedes Monat mehr Geld f&uuml;r Lebensmittel als f&uuml;r die Miete ausgaben!</p>
<p>Als Kay den Arbeitsmarkt betrat, trat die Spannung zwischen den frommen und sekularen Bereichen offen hervor. Sie hatte nicht grunds&auml;tzlich etwas gegen die Idee, berufst&auml;tig zu sein, aber wenn sie schon au&szlig;erhalb des Haushalts arbeiten sollte, dann wenigstens in einem Beruf, der f&uuml;r das Reich Gottes z&auml;hlte, der irgendeinen christlichen Dienst darstellte. An vielen, vielen Abenden kam sie nach Hause und lud ihre Frustration ab. Sie arbeitete im B&uuml;ro eines Elektrikerbetriebes, und obwohl einige ihrer Kollegen auch Christen waren, war es doch eine &#8220;weltlicher&#8221; T&auml;tigkeit, die nichts mit dem Bau des Reiches Gottes zu tun hatte. Nach ein paar Jahren fand sie eine andere Stelle, als B&uuml;roleiterin in einer Finanzplanungsgesellschaft. Dort war dieser Zwiespalt noch deutlicher, ging es doch Tag f&uuml;r Tag um die Jagd nach dem Geld, und um die Spannung zwischen Gott und dem Mammon. Vor etwa zweieinhalb Jahren hat sie wieder die Stelle gewechselt und arbeitet jetzt in einer neu gegr&uuml;ndeten Firma, die ein medizinisches Ger&auml;t zur Minderung chronischer R&uuml;ckenschmerzen herstellt. Wieder eine sekulare Umgebung, aber die Atmosph&auml;re und die Kollegen taugen ihr sehr, obwohl sie die einzige Gl&auml;ubige in diesem B&uuml;ro ist. Und nach wie vor lebt sie mit dieser Spannung zwischen dem frommen und dem sekularen Bereich.</p>
<p>Als Theologe, der sich intensiv mit der Reformation besch&auml;ftigt hat, bin ich seit Jahrzehnten davon &uuml;berzeugt, da&szlig; diese Spannung zwischen den frommen und sekularen Bereichen, die meine Frau und mit ihr viele andere in der evangelikalen Bewegung so leidvoll erleben, aus einem Mi&szlig;verst&auml;ndnis der Bibel sowie der Natur Gottes und seiner Beziehung zur Sch&ouml;pfung entstanden ist. Bereits in der fr&uuml;hchristlichen Gemeinde fing man an, einen Keil zwischen den materiellen und den geistlichen Bereich, und damit zwischen den sekularen und den frommen Bereich des Lebens, zu treiben. Im Mittelalter wurde daraus eine wahrhaftige Trennwand. Jeder, der sein eigenes Seelenheil ernst nahm, wurde, plakativ ausgedr&uuml;ckt, Priester, M&ouml;nch oder Nonne.</p>
<p>W&auml;hrend dieser Zeit wurde auch die Menschwerdung Christi, und seine v&ouml;llige Teilnahme am ganz gew&ouml;hnlichen menschlichen Leben, in den Hintergrund gedr&auml;ngt, und Christus wurde zunehmend als der g&ouml;ttliche Richter dargestellt, der die Menschen verdammt, weil sie den g&ouml;ttlichen Ma&szlig;stab der vollkommenen Gerechtigkeit verfehlen. Das war auch die Zeit, in der Marienfr&ouml;mmigkeit und Heiligenkult an Bedeutung gewannen, weil die Menschen verzweifelt nach mitf&uuml;hlenden F&uuml;rsprechern suchten, die ihnen vor diesem gerechten Richter beistehen w&uuml;rden.</p>
<p>Und schlie&szlig;lich war das auch das Thema, welches Luther zur Verzweiflung trieb &#8212; er ha&szlig;te die Gerechtigkeit Gottes, weil sie die Grundlage f&uuml;r die Verdammung der s&uuml;ndigen Menschheit war. Erst als Luther die <i>wahre</i> Gerechtigkeit Gottes entdeckte, kam die Reformation in Gang.</p>
<p>Luther und die anderen Reformatoren der ersten Generation gingen dann in die andere Richtung. Sie verwarfen die Vorstellung, da&szlig; die Materie b&ouml;se ist. Die Sch&ouml;pfung war von Gott gesegnet und f&uuml;r sehr gut erkl&auml;rt worden. Dieses Verst&auml;ndnis heilte die Spaltung zwischen dem sekularen und dem frommen Bereich.</p>
<p>Aber es dauerte nicht lange, und die Kluft tat sich von neuem auf. Im 19. Jahrhundert erreichte sie ihre gr&ouml;&szlig;te Tiefe und Breite, und sie pr&auml;gt die evangelikale Bewegung bis heute. Diese Entwicklung ist relativ komplex, daher will ich nicht versuchen, sie hier n&auml;her zu beschreiben. Aber sie hatte mit dem Aufkommen der liberalen Theologie und ihrer Betonung der sozialen Kompenente des Evangeliums zu tun, ebenso mit den apokalyptischen Endzeiterwartungen, die eine radikale Trennung von der Welt sowie eine starke Betonung auf Evangelisation und Mission zur Folge hatten. Aus dieser Sicht ist jedes Engagement in der Welt schlie&szlig;lich so etwas wie das Polieren von T&uuml;rgriffen auf einem sinkenden Schiff.</p>
<p>Aber in all dem haben wir die wahre Natur und die Implikationen von zwei der grundlegenden Lehren des Christentums aus den Augen verloren: die Trinit&auml;t (Dreieinigkeit) und die Inkarnation (Menschwerdung). Gott existiert in drei ewigen Personen, die in konstanter und und vollkommen liebender Beziehung miteinander leben, und eine dieser Personen, der Sohn, hat sich der Gesamtheit der menschlichen Natur verbunden, nicht nur f&uuml;r die Dauer von 33 Jahren, sondern in alle Ewigkeit. Wenn wir innehalten und &uuml;ber diese beiden Wahrheiten nachdenken, wirft es uns um.</p>
<p>C. Baxter Kruger, in seinem Buch <i>Der Gro&szlig;e Tanz</i>, tut genau dies. An einer Stelle sagt er,</p>
<blockquote><p>
Wie sollen wir das verstehen, da&szlig; der Sohn Gottes seine Gottsohnschaft, sein g&ouml;ttliches Leben, als Zimmermann lebte? Denken wir an die vielen Stunden, die er in der Werkstatt zugebracht hat, die Jahre als Lehrling, die Tage, Monate und Jahre, die er mit H&auml;mmern, S&auml;gen und Hobeln zugebracht hat. Was sagen wir dazu, da&szlig; bei weitem der gr&ouml;&szlig;te Teil der Zeit, die Gott auf Erden verbracht hat, er mit solchen gew&ouml;hnlichen, weltlichen T&auml;tigkeiten zugebracht hat? Hast Du je daran gedacht? Den Gro&szlig;teil von Gottes Zeit auf Erden hat er nicht in dem zugebracht, das wir &#8220;vollzeitigen Dienst&#8221; nennen. Der Sohn Gottes hat mehr Zeit damit verbracht, mit seiner H&auml;nde Arbeit Dinge herzustellen, als mit Predigen.</p>
<p>Wenn wir innehalten und dar&uuml;ber nachdenken, entdecken wir, da&szlig; sich das dreieinige Leben Gottes in einem Menschenleben in sehr gew&ouml;hnlichen Dingen auslebte. Ich wei&szlig; schon Bescheid &uuml;ber all die &uuml;bernat&uuml;rlichen Dinge, die Jesus vollbracht hat, &uuml;ber die erstaunlichen Wunder. Aber der Sohn Gottes hat mehr Mahlzeiten zu sich genommen, als er Wunder vollbracht hat. Ja, der Sohn Gottes hat Kranke geheilt, aber er hat auch Tische hergestellt. Er hatte viele ganz normale Gespr&auml;che mit ganz normalen Menschen, er wuchs in einer Familie mit Br&uuml;dern und Schwestern, Cousins und Kusinen auf, feierte Geburtstage und ging auf Parties.</p>
<p>Zumindest w&auml;hrend eines Augenblicks in der Geschichte waren menschliches Lachen, menschliches Teilen, menschliches Mitleiden, menschliche Liebe und Gemeinschaft, menschliche Kameradschaft und menschliches Miteinander viel mehr als nur menschlich. Zumindest w&auml;hrend eines Augenblicks in der Geschichte waren die Tischlerei und die Freude daran, n&uuml;tzliche Dinge herzustellen und anderen zu helfen, menschliche H&ouml;chstleistung und der Stolz und die Freude an menschlicher Kreativit&auml;t, am Entwerfen von Dingen und ihrer praktischen Umsetzung, alle mehr als menschlich. Sie waren alle ein lebendiger Ausdruck der Menschlichkeit Gottes, lebendiger Ausdruck des menschgewordenen Sohnes Gottes, der seine g&ouml;ttliche Sohnschaft auslebte, lebendiger Ausdruck eines Menschen, der v&ouml;llig im Heiligen Geist getauft war. (Seite 62)
</p></blockquote>
<p>Die Tatsache, da&szlig; der menschgewordene Gott in einem weltlichen und normalen Beruf arbeitete, widerlegt ganz klar die Vorstellung, da&szlig; nur das Geistliche, nur das Fromme z&auml;lt. Der ewige Sohn Gottes, von dem, durch den und f&uuml;r den das ganze Universum geschaffen wurde, hat sich, aus Liebe und Barmherzigkeit gegen&uuml;ber seiner Sch&ouml;pfung, f&uuml; immer an das Menschsein in seiner Normalit&auml;t und K&ouml;rperlichkeit gebunden. Das gibt allem, was wir tun, Sinn: nicht nur dem Heroischen, dem &#8220;Geistlichen&#8221; oder Frommen, sondern gerade auch dem ganz Normalen, Gew&ouml;hnlichen. Alles ist wichtig, weil Gott, in seiner &uuml;berflie&szlig;enden und gn&auml;digen Liebe, f&uuml;r uns Mensch geworden ist, und dadurch die Menschheit und das Menschsein in eine ewige Beziehung zu und Teilnahme an Gott gebracht hat.</p>
<p>Und dadurch hat auch meine Frau Frieden und Freude gefunden, indem sie lernte, dieses Teilnehmen mit Gott am ganz normalen Leben, zu erkennen und anzunehmen.</p>
<p><i>Dieser Artikel ist im Juni 2009 in der Online-Publikation &#8220;<a href="http://www.reclaimingthemind.org/blog/2009/06/god-and-the-ordinary/">Parchment and Pen</a>&#8221; erschienen. Deutsche &Uuml;bersetzung von Wolf Paul, mit Genehmigung des Autors.</i></p>
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		<title>Evangelikal??</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 10:24:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wnp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In letzter Zeit ist der Begriff &#8220;evangelikal&#8221; im deutschen Sprachraum ins Gerede gekommen. Agitatoren f&#252;r verschiedene gesellschaftliche Str&#246;mungen haben sich auf die evangelikale Bewegung und ihre wertkonservativen Standpunkte eingeschossen. Manchen Christen ist das extrem unangenehm, und zunehmend werden auch im evangelikalen Lager Stimmen laut, diesen Begriff aufzugeben.
Aber es hat schon fr&#252;her angefangen &#8212; ich erinnere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In letzter Zeit ist der Begriff &#8220;evangelikal&#8221; im deutschen Sprachraum ins Gerede gekommen. Agitatoren f&uuml;r verschiedene gesellschaftliche Str&ouml;mungen haben sich auf die evangelikale Bewegung und ihre wertkonservativen Standpunkte eingeschossen. Manchen Christen ist das extrem unangenehm, und zunehmend werden auch im evangelikalen Lager Stimmen laut, diesen Begriff aufzugeben.</p>
<p>Aber es hat schon fr&uuml;her angefangen &#8212; ich erinnere mich, schon vor einigen Jahren in der Zeitschrift der deutschen Baptisten einen Artikel des Evangelisten Andreas Malessa (eine H&auml;lfte des ehemaligen christlichen Gesangsduos Arno &amp; Andreas) gelesen zu haben, in dem er den Begriff &#8220;evangelikal&#8221; mit &#8220;fundamentalistisch&#8221; gleichsetzt, und sich davon distanziert.</p>
<p>K&uuml;rzlich hat nun die Pr&auml;sidentin der deutschen &#8220;Vereinigung Evangelischer Freikirchen&#8221;, die methodistische Bisch&ouml;fin Rosemarie Wenner, festgestellt, da&szlig; sich einige Mitglieder der VEF nicht als evangelikal bezeichnen, und der VEF-Beauftragte am Sitz der deutschen Bundesregierung hat gemeint, dass der Begriff &#8220;evangelikal&#8221; als Marke versagt habe, weil er zu diffus gebraucht w&uuml;rde.</p>
<p>Meiner Meinung nach geht das alles in die falsche Richtung.</p>
<p>Abgesehen davon, da&szlig; wir in &Ouml;sterreich nicht darum herumkommen, einen Begriff wie &#8220;evangelikal&#8221; zu verwenden, weil die Evangelische Kirche in &Ouml;sterreich Anspruch auf ein rechtliches quasi-Monopol an der Bezeichnung &#8220;evangelisch&#8221; erhebt, halte ich den Begriff f&uuml;r eine unumg&auml;ngliche Identifizierung mit der weltweiten evangelikalen Bewegung und sehe nicht ein, warum wir uns diese Bezeichnung vermiesen lassen sollen.</p>
<p>Wenn die Medien den Begriff &#8220;evangelikal&#8221; mit &#8220;fundamentalistisch&#8221; gleichsetzen, und uns dann in einem Atemzug mit islamistischen Terroristen nennen, dann ist die richtige Reaktion nicht der R&uuml;ckzug, sondern sehr lauter und entschiedener Widerspruch.</p>
<p>Wenn die Lobby der Homosexuellen und der Abtreibungsbef&uuml;rworter sich wie k&uuml;rzlich beim Christlichen Kongress f&uuml;r Psychotherapie und Seelsorge in Marburg gegen evangelikale Positionen stark macht und mit Aktionen, die von extrem schlechtem Geschmack zeugen, versucht, die Rechte von Christen und christlichen Organisationen zu beschr&auml;nken, dann ist es nicht an der Zeit, unser Licht unter den Scheffel zu stellen und Begriffe wie &#8220;evangelikal&#8221; zu vermeiden, sondern wir m&uuml;ssen demokratische Verhaltensweisen einfordern von denen, die pikanterweise <i>uns</i> Intoleranz und andere ver&auml;chtliche Haltungen vorwerfen.</p>
<p>Ich glaube auch, da&szlig; wir als nicht-fundamentalistische evangelikale Christen zu weit gehen k&ouml;nnen in unserer Abgrenzung und Distanzierung von tats&auml;chlich fundamentalistischen Christen und christlichen Gruppen. Wir d&uuml;rfen nie vergessen, ganz egal wie gro&szlig; unsere Meinungsverschiedenheiten sind, und egal wie sehr diese Leute uns kritisch gegen&uuml;berstehen, da&szlig; auch sie gr&ouml;&szlig;tenteils wohlmeinende, ernsthafte J&uuml;nger Jesu sind und Teil des Leibes Christi. Denn la&szlig;t uns ganz ehrlich sein: auch die engstirnigsten, fundamentalistischsten Gruppen, zumindest in unseren Breiten, haben &uuml;berhaupt nichts mit dem Schreckgespenst eines christlichen Fundamentalismus nach dem Muster des islamistischen Fundamentalismus zu tun.</p>
<p>In Anbetracht dieser Gedanken freut es mich umso mehr, da&szlig; der &#8220;Chef-Theologe&#8221; der deutschen Evangelischen Allianz, Rolf Hille, in einem <a href="http://www.portal-oncken.de/news/2009/05/07/7713.php">Beitrag der Zeitschrift der FEG</a>*, ganz &auml;hnliche Gedanken ausdr&uuml;ckt, und ich mich daher mit meiner Meinung in guter Gesellschaft befinde.</p>
<hr style='width: 3cm' />
*) <i>Der Link geht zu einem Artikel in &#8220;Die Gemeinde&#8221;, Zeitschrift der deutschen Baptisten, wo &uuml;ber Hille&#8217;s Artikel in der FEG-Zeitschrift berichtet wird; der Original-Artikel scheint nicht frei im Netz verf&uuml;gbar zu sein.</i></p>
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		<title>Ist Erl&#246;sung &#8220;gerecht&#8221;?</title>
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		<pubDate>Sat, 16 May 2009 10:48:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wnp</dc:creator>
				<category><![CDATA[1]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute vormittag hatte Heide Tenner in der &#214;1-Sendung Klassiktreffpunkt den neuen Burgtheater-Direktor, Mathias Hartmann, zu Gast. Sie unterhielten sich unter anderem &#252;ber die gerade laufenden Proben f&#252;r die Faust-Premiere im Herbst, mit Tobias Moretti als Faust und Gert Voss als Mephisto.
Matthias Hartmann: &#8220;Moretti spielt Faust als dynamischen Lebemann, der mit dem Kopf durch die Wand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute vormittag hatte Heide Tenner in der &Ouml;1-Sendung <em>Klassiktreffpunkt</em> den neuen Burgtheater-Direktor, Mathias Hartmann, zu Gast. Sie unterhielten sich unter anderem &uuml;ber die gerade laufenden Proben f&uuml;r die Faust-Premiere im Herbst, mit Tobias Moretti als Faust und Gert Voss als Mephisto.</p>
<blockquote><p>Matthias Hartmann: &#8220;Moretti spielt Faust als dynamischen Lebemann, der mit dem Kopf durch die Wand geht, und dabei durchaus den Kollateralschaden akzeptiert, den er bei anderen verursacht.&#8221;</p>
<p>Heide Tenner: &#8220;Ist es da &uuml;berhaupt gerecht, da&szlig; er am Ende erl&ouml;st wird?&#8221;</p>
<p> Hartmann: &#8220;Nun, das ist nur aus der pers&ouml;nlichen Lebenssituation von Goethe zu erkl&auml;ren, der sozusagen den Himmel anfleht, auch ihn noch abzuholen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ich glaube, da&szlig; dieses Gespr&auml;ch ein sehr wesentliches Mi&szlig;verst&auml;ndnis in unserer Gesellschaft offenbart: da&szlig; Erl&ouml;sung <i>gerecht</i> ist; da&szlig; wir erl&ouml;st werden, weil wir es irgendwie <i>verdient</i> haben.</p>
<p>Nun hat Erl&ouml;sung nat&uuml;rlich tats&auml;chlich mit Gerechtigkeit zu tun, aber nicht mit unserer eigenen Gerechtigkeit, denn dann h&auml;tten wir Erl&ouml;sung gar nicht n&ouml;tig. Sie hat vielmehr mit <i>Gottes Gerechtigkeit</i> zu tun: weil Gott gerecht ist, und wir nicht, haben wir Strafe verdient und brauchen Erl&ouml;sung.</p>
<p>Und da ist es dann nicht unsere Gerechtigkeit, oder unser gerechtes Handeln oder Leben, weswegen wir erl&ouml;st werden, sondern <b>ausschlie&szlig;lich die Gnade und Barmherzigkeit Gottes</b>, der Seinen Sohn Jesus Christus gesandt hat, um die Strafe, die wir verdient haben, zu tragen.</p>
<p>Nur deshalb k&ouml;nnen wir, nur deshalb kann Faust (und auch Goethe selbst), schlu&szlig;endlich erl&ouml;st werden &#8212; wenn wir dieses erl&ouml;sende Handeln Gottes im Glauben annehmen.</p>
<p><i>(Ich treffe hier keine Aussage, ob Goethe selbst an Christus geglaubt hat oder erl&ouml;st ist, auch nicht dar&uuml;ber, ob er Faust&#8217;s Erl&ouml;sung theologisch schl&uuml;ssig begr&uuml;ndet; es geht mir ausschlie&szlig;lich um die Beobachtung, da&szlig; dieses Gespr&auml;ch eine weitverbreitete falsche Vorstellung von Erl&ouml;sung aufzeigt.)</i></p>
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